Das verlängerte Turf – Wochende beginnt für das Qurtier mit zwei Startern am späten Freitag in Hannover beim “after Work” Renntag. Beide Pferde werden Thore Hammer – Hansen im Sattel haben. Sowohl TraIner als auch Jockey, treten übrigens nach Abschluß des Meetings in Baden Baden, als Führende in den jeweiligen Statistiken die Reise auf die Neue Bult an.
Im stark besetzten Steher-Cup über die Distanz von 3.000 Metern tritt Volker Käuflings Schützling Padre Palou gegen sieben Konkurrenten an. Nach seinem Wechsel in den Stall von Henk Grewe und der Umstellung auf längere Distanzen hat sich der Mastercraftsman – Sohn eindrucksvoll vom Handicapper zum Pattern-Pferd entwickelt. Vor genau zwölf Monaten sicherte sich der Wallach an dieser Stelle seinen ersten Listensieg am „Grünen Tisch“, nachdem bei der ursprünglichen Siegerin Nastaria – die auch heute wieder am Start ist – ein unerlaubtes Mittel festgestellt wurde. Diesen Schwung nahm er mit und triumphierte sechs Wochen später auch noch auf Gruppe III – Niveau im Hoppegartener Ex- Fürstenberg Rennen. Danach kam ihm aber irgendwie der Erfolgfaden abhanden. Denn sowohl im Dortmunder St. Leger als auch in der Badener Herbst Trophy blieb er ohne Einfluß auf die Entscheidung. Auch nach der Winterpause und seiner zwischenzeitlichen Kastration, konnte er beim Saisondebüt im Sauren-Dachfonds-Preis (Gruppe II) nach allerdings auch siebenmonatiger Abwesenheit zwar noch nicht in die Platzierung laufen, schien im Einlauf aber kutz mehr erreichen zu können. Das jetzige Starterfeld würde nach Klasse auch locker einem Gruppe Rennen zur Ehren gereichen, was die Aufgabe äußerst anspruchsvoll macht. Trotzdem hofft man, dass die durchgeführte Kastration nun die gewünschte Wirkung zeigt und Padre Palou den Ansatz bestätigen und mit der zu erwartenden Steigerung endlich wieder an seine alte Leistungsstärke anknüpfen kann.
Einen Ausgleich II über 1.400 Meter, steuert dagegen der im Besitz von Kevin und Theo Friderich stehende Tulpar nur fünf Tage nach seinem Start in Baden Baden an. Der Counterattack – Sohn stand zweijährig schon einmal bei Henk Grewe, gewann im September 2024 unter dessen Regie das Düsseldorfer Auktionsrennen und kehrte im Februar nach vierzehn erfolglosen Versuchen nach Köln zurück. An alter Erfolgsstätte fand er schnell wieder zu konstanter Form, mußte jedoch nach zwei Ehrenplätz auch gerade in Baden über 1.200 Meter erneut eine ebenso knappe wie unglückliche Niederlage einstecken. Wobei in allen drei Fällen seine Bezwinger jeweils aus Holland kamen. Er ist jetzt einfach überfällig und soll endlich seine nun schon 642 Tage andauernde sieglose Zeit beenden. Die gute Nachricht, er hat das Rennen gut überstanden und auch der diesmal 200 Meter weitere Weg sollte ihn nicht stören. Nur am Rande bemerkt: mit Ready to Rumble ist auch diesmal wiederum ein Vierbeiner aus dem Nachbarland dabei.
Fotos: Marc Rühl – Padre Palou (o.) – Tulpar (u.)

