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PENALTY ANS KAP

23. 07. 2026

Jetzt ist eine endgültige Entscheidung gefallen. Penalty aus der Zucht der Stiftung Gestüt Fährhof wird keine Rennen mehr bestreiten, sondern künftig als Deckhengst in Südafrika wirken. Neue Heimat des Frankel – Sohnes wird die Main Chance Farm und damit das Gestüt von Dr. Andreas Jacobs sein.

Der bei der BBAG  210.000 Euro teure Hengst, imponierte nicht nur als Sohn des Ausnahme – Galoppers Frankel, sondern auch mit außergewöhnlichen Leistungen. Für seinen Besitzer Eckhard Sauren avancierte Penalty unter der Regie von Trainer Henk Grewe nicht nur zu einem der besten Meiler Deutschlands, sondern mit einem Top GAG von 98 Kilo auch noch zum höchst eingeschätzten deutschen Dreijährigen des Jahres 2024.

Zweijährig noch ungeprüft, katapultierte er sich dreijährig mit drei Siegen und zwei Ehrenplätzen im Schnellverfahren in die bel – etage seines Jahrganges. Zwar verpasste er nach seinem überlegenen Maidenerfolg den erhofften klassischen Treffer in den 2.000 Guineas nur äußerst unglücklich und hauchdünn, entschädigte sich aber schnell mit einem sicheren Sieg im GP der Dortmunder Wirtschaft gegen die älteren Pferde. Im Münchner Dallmayr Preis blieb er trotz eines Führpferdes als Siebter hinter den Erwartungen, scheiterte dabei jedoch nicht nur an den erstmals so weiteren 2.000 Meter – vorallem an den eigenen Nerven. Danach meldete er sich jedoch mit einer Gala – Vorstellung in Baden zurück und zeigte wiedermal sein wahres Gesicht. Denn wie er letztlich im zur Gruppe II zählenden 91. Brunner – Oettingen Rennen sowohl den favorisierten Aga Khan Galopper Elamaz, als auch den hoch gehandelten Schiergen – Schützling Geography förmlich abcanterte und sich damit zugleich auch die Krone des Jahrganges aufsetzte, ließ selbst die Fachleute ziemlich sprachlos zurück.

Das nach dieser Vorstellung von ihm erhoffte “Feuerwerk” blieb aber leider aus. 2024 versuchte er sich zwar noch im Prix Daniel Wildenstein, doch konnte er weder in Paris noch hierzulande in der Saison 2025 an seine Bestform anknüpfen, wurde leider endgültig Opfer seines schwachen Nervenkostüms. So konnte er “nur” noch einen dritten, zwei vierte und einen fünfter Platz jeweils in Gruppe III Examen auf seiner Habenseite verbuchen.

In diesem Februar wechselte er zwar noch in den Stall von Andreas Wöhler, kam jedoch für seinen neuen Trainer nicht mehr zum Einsatz. ” Es ist natürlich schade, dass wir ihn nicht mehr an den Start bringen konnten, denn Baden-Baden war eigentlich das Ziel. Er hat sich jetzt aber diese Chance wirklich verdient“ so Dr. Andreas Jacobs gegenüber dem Online – Portal  “Galopponline.de”

Seine neue Heimat, die im malerischen Robertson Valley gelegene Main Chaine Farm zählt unbestritten zu den traditionsreichsten und renommiertesten Vollblutgestüten des Landes und verbindet die internationale Klasse des europäischen Rennsports mit den idealen Bedingungen am Kap. Im April 2002 von Graham Beck übernommen, wurde die Farm durch Dr. Andreas Jacobs nachhaltig geprägt und Ende 2023 durch die Integration des historischen Nachbarguts Litchfield Stud nochmals erweitert. Besonders durch den legendären, aus eigener Zucht stammenden Champion-Vererber Silvano erlangte das Gestüt Weltruhm und war über zwei Jahrzehnte die sportliche Heimat dieses Ausnahmetalents bis zu dessen Tod im Jahr 2021. Heute wird dieser hohe züchterische Anspruch von bewährten Spitzenhengsten wie Vercingetorix. und weiteren internationalen Größen wie Erupt, Queari und Point Lonsdale fortgeführt. Gestützt auf starke Familienlinien und eine enge Verbindung zur europäischen Zuchtphilosophie gilt die Farm bis heute als verlässliche Quelle für Top-Pferde und gehört regelmäßig zu den führenden Anbietern auf den großen Jährlingsauktionen des Landes. Für den Top-Meiler also ein optimales Umfeld, um seine sportlichen Qualitäten edle Abstammung in die südafrikanische Zucht einzubringen.

Wir wünschen Penalty natürlich alles gute und auch in diesem neuen anspruchsvollen Aufgabenbereich einen ebenso explosiven Start, wie er ihn unter der Regie von Henk Grewe und für Besitzer Eckhard Sauren auf den deutchen Turf zauberte.

Fotos: Marc Rühl