Zwei Starter hat das Quartier am Samstag auf der Bad Harzburger Rennbahn “Am weißen Stein”. Beide laufen im mit 37.000 Euro dotierten Großer Preis der BLSK und damit im BBAG Auktionsrennen für dreijährige Pferde über 1.850 Meter.
Charleston vertritt die Farben des Stall Riesling Racing, der im Vorjahr mit Warren Hill den Sieger dieses Rennen stellte, wobei diesmal Thore Hammer – Hansen im Sattel sitzt. Der Gleneagles-Sohn, ein gerademal 13.000 Euro BBAG Kauf, konnte im Vorjahr zwar gleich beim Debut gegen bereits erfahrene Gegner souverän gewinnen, blieb jedoch bei seinen ersten diesjährigen Auftritten jeweils ohne Möglichkeiten. Allerdings hatte er beim Saisondebut in einen Siegerrennen vier Kilo mehr zu tragen und kam im Dr. Busch Memorial auf Gruppe III Niveau und für ihn kurzen 1.600 Metern, einfach nicht vom Ende des Feldes weg. Das sah anschließend in einer “leichteren” Aufgabe in Hoppegarten über 2.000 Meter schon wieder ganz anders aus, als er sich als Zweiter hinter Well Al gleich wieder ins Gespräch brachte. Lange weiter für das Blaue Band eingeschrieben, steuerte er letztlich mit dem Hapac Lloyd – BBAG Steher-Auktionsrennen über 2.200 Meter, aber doch nur das sogenannte “kleine Derby” an. Auf passend weicher Bahn und Distanz, mußte er dabei unter Thore Hammer – Hansen nach 2.200 Metern nur einer überlegen mit sechs Längen Vorsprung siegenden La Spezia aus dem Quartier von Sascha Smrzek den Vortritt lassen und zeigte damit weiteren Aufwärtstrend. Seine Bezwingerin trifft er diesmal zwar nur 1 Kilo günstiger wieder, sollte trotzdem erneut weit Vorne zu finden sein.
Zweiter Starter des Quartiers ist Denis Cengiz’s 86,5 Kilo Hengst Voitton, der nicht nur unter Bauyrzhan Murzabayev sondern auch mit der absolut höchsten Einschätzung im achtköpfigen Feld antritt. Der bei der BBAG 22.000 Euro teure und vom Trainer selbst ausgesuchte Best Solution – Sohn aus der Erfolgsfamilie von Vicente, war von Beginn an für bessere Aufgaben vorgesehen, aber leider nicht mit Fortuna im Bunde. Bei seinen drei Starts im Vorjahr machte er dann auch überhaupt nichts falsch. Sowohl beim Debut als auch im Kölner Auktionsrennen erfolgreich, mußte er zwar im Ferdinand Leisten Memorial seine erste Niederlage einstecken, aber auch nur Gostam, den englischen Gast Commander’s Intent sowie Zuender vor sich dulden. Eine leichte nach diesem Start erlittene Verletzung zwang ihn jedoch zu einer längeren Auszeit, wurden die Italien 2.000 Guineas als erstes größeres Ziel für 2026 definiert.
Ungeachtet einer 213-tägigen Pause zeigte sich der Hengst Anfang April in einer mit 55.000 Euro dotierten und als Vorbereitung auf den Klassiker angedachten Super Condizionata der Classe I gleich wieder von bärenstarker Seite. So mußte er sich nach 1.600 Metern und langem Kampf nur dem Mitfavoriten Grand Son Of Dark aus dem Quartier von Endo Botti geschlagen geben. Pech für Voitton, in einer Kopf an Kopf Entscheidung kam der Zielpfosten für ihn genau im falschen Moment, ŵieß das nötige Zielfoto einen ganz knappen Vorteil für den in Pisa vorbereiteten Sieger aus, der anschließend auch in den 2.000 Guineas triumphierte und Zweiter im Derby Itaiano wurde. Voitton ist auch wenn er seitdem pausiert hat, das zu schlagende Pferd.
Fotos: Marc Rühl – Charleston (o.) – Voitton (u.)

