Rubaiyat bleibt in der Geschichte des deutschen Galopprennsports ein Ausnahmepferd, dessen Glanzzeit im Jahr 2019 das Publikum nachhaltig begeisterte. Als ungeschlagener Zweijähriger sicherte er sich mit Triumphen unter anderem im Preis des Winterfavoriten und dem Gran Criterium in Mailand nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch den Titel als „Galopper des Jahres“. Seine Härte und Frühreife machten ihn weit über die Grenzen seines Stalls hinaus zu einem Aushängeschild der Vollblutzucht, dessen Weg ihn letztlich in das Gestüt Ohlerweiherhof führte, um dort als Deckhengst seine Anlagen weiterzugeben.
Dass nun seine Tochter Zauberflöte den sportlichen Faden aufgreift, unterstreicht die Qualität des vererbten Talents. Mit ihrem ersten Sieg an vergangenen Sonntag im Badener Jugend Preiauf der Rennbahn in Iffezheim, hat die junge Stute ein erstes, vielversprechendes Ausrufezeichen gesetzt und einen Schritt in die Fußstapfen ihres Vaters gemacht. Sie ist dabei jedoch nicht allein: In den Boxen von Henk Grewe stehen noch weitere vielversprechende Nachkommen von Rubaiyat bereit, die ebenfalls einen starken Eindruck machen und nur darauf warten, ihr Potenzial auf der Bahn unter Beweis zu stellen.
Dass all diese Pferde dabei in den Händen von Trainer Henk Grewe liegen, ist eine bemerkenswerte personelle Konstante. Während er Rubaiyat durch seine erfolgreiche Rennkarriere führte und dessen Potenzial optimal ausschöpfte, legt er nun den Grundstein für die Laufbahn von Zauberflöte und ihren Geschwistern. Womit sich für den Trainer auch ein emotionaler Kreis schlièßt.
Fotos: Marc Rühl

