Jetzt nimmt das Derby – Meeting für das Quartier richtig Fahrt auf. Am Samstag kommt in Hamburg ein halbes Dutzend Vierbeiner an den Start, von denen drei auf allerhöchstem Handicap Niveau antreten.
Im von elf Pferden bestrittenen Ausgleich I über die Meile hat der Trainer gleich zwei “heiße Eisen” im Feuer und davon
Warren Hill aktuell noch eine zwei Kilo höhere GAG Marke als sein Mitstreiter. Der im Besitz des Stall Riesling Racing stehende Churchill – Sohn aus der Familie von Waldpfad, Wiesenpfad und Wurtaube überraschte im Vorjahr positiv. Nach dem überfälligen Maidenerfolg, komplettierte er mit den Treffern in den Auktionsrennen von Bad Harzburg und Hannover ein lupenreinen Hattrick. Beim ersten Versuch im Ausgleich I war er zu Saisonende in Baden jedoch noch nicht zwingend genug. Über Winter auf Koppel hofft man, das er mit Steigerug vielleicht in die Black Type-Klasse hinein wachsen kann. Beim Saisonauftakt kam er nach einem etwas offensiven Vortrag zwar nur als Achter ins Ziel, kündigte sich zuletzt mit einem dritten Platz am Union Tag hinter Montanus und Bowerchalce jedoch deutlich an. Gehört daher mit Leon Wolff in alle Überlegungen, zumal er seinen Bezwinger diesmal drei Kilo günstiger wiedertrifft.
Das gilt auch für HJ Racing Team’s New Bombay, der sich bei seinem ersten Start hierzulande nicht besser hätte vorstellen können und jetzt als “Meetings Mummpferd” des Trainers gleich den Folgesieg anvisiert. Der erst im Mai gekommene und in England erworbene New Bay – Sohn, war zuvor nur in Serbien gelaufen und dabei zu einem dreifachen Sieger aufgestiegen. Auch beim ersten Start unter der Regie von Henk Grewe, präsentierte er sich vor drei Wochen auf der Heimatbahn sofort in allerbester Verfassung. Denn wie sich der Hengst, obwohl viel früher als geplant an der Spitze zu finden, im Einlauf im Handgalopp von den Gegner absetzen konnte, machte mächtig Eindruck. Nach dem Stil dieses Erfolges, sollte der Vierjährige noch über einige Reserven verfügen und nun auch eine Klasse höher gleich erneut um den Sieg mitreden können. Zumal er nach Aussage seines Trainers auch noch einen Tick besser ist, wenn er unterwegs abschalten kann. Thore Hammer – Hansen wird wiederum im Sattel sitzen.
Einen weiteren Ausgleich I über allerdings 2.200 Meter steuert Volker Käufling ‘s Padre Palou unter Amateur Matthew S. Johnson an. Nach seinem Wechsel zu Henk Grewe und auf weite Wege, mutierte der Mastercraftsman – Sohn vom Handicapper zum veritablen Pattern-Pferd. Nach mehreren Platzierungen, avancierte er im Vohrjahr erst zum Listensieger und dann mit dem Treffer im Hoppegartener Ex- Fürstenberg Rennen auch noch zum Gruppe III Sieger. Leider war danach der Erfolgsfaden gerissen und auch nach einer über Winter erfolgten Kastration, konnte er in dieser Saison bisher noch nicht an alte Leistungen anknüpfen. So kam er zuerst im Gruppe II ex – Gerling Preis, als auch zuletzt im Hsnnoverschen Steher Cup auf Listenebene, jeweils noch nicht über Platz Fünf hinaus. Bisher nur in schweren Aufgaben unterwegs, möchte man es ihm jetzt etwas einfacher machen und geht in der Klasse nochmals eine Stufe herunter. Da sein Höchstgewicht um die drei Kilo Erlaubnis des Reiters gemindert wird, sollte er als das am höchsten eingeschätze Pferd im Feld, auf die Siegerstraße zurück finden können.
Fotos: Marc Rühl – Warren Hill (li.) – New Bombay (Mi.) – Padre Palou (re.)

