Nach einem Trio am Mittwoch beim verspäteten Auftakt des Hamburger Derby – Meetings, kommen auch am Donnerstag erneut drei Pferde des Quartiers an den Start. Königin Ayda und Happy Hour vor und Mercure nach der Traberpause. Für den Trainer könnte es, falls nicht schon am Vortag passiert, ein besonderer Tag werden, denn er steht aktuell bei 697 Siegen und damit das nächste runde Jubiläum ins Haus.
Ihren ersten Start überhaupt absolviert Königin Ayda mit Leon Wolff in einer Prüfung für den jüngsten Jahrgang über 1.400 Meter. Die im Besitz von Denis Cengiz und Frank Janorschke stehende Intello – Tochter, ein 15.000 Euro BBAG Kauf, hat sich ganz gut angelassen und als großes Ziel das Baden Baden Zukunftsrennen – Preis der Winterkönigin im Blick. Als rechte Schwester der im Hamburger Stuten Preis auf Gruppe III – Niveau zweiplacierten Kamand, eine 89,5 Kilo Pferdelady, scheint man jedenfalls eine gehörige Portion Frühreife mit in die Wiege gelegt zu haben. Über ihre zweijährig gleich beim Debut im hoch dotierten BBAG Auktionsrennen Iffezheim siegreiche Mutter Kahar, vertritt sie zudem die “blacktype” Familie von König Turf, König Shuffle und König Concorde. Auch wenn sie keine Überfliegerin ist, sollte sie mit Routine und Kondition aus dem Training im Endkampf zu finden sein.
In einem auf der Innenbahn gelaufenen Ausgleich IV für Steher über 2.850 Meter, hat man für die im Besitz von Dr. Hubertus Diers u.a. stehende und Benjamin Marie anvertraute Happy Hour, den ersten Karrieretreffer im Visier. Die von Besitzerseite selbst gezogene und zweijährig ungeprüft gebliebene Isfahan – Tochter, hatte bei drei Starts in Maiderrennen jeweils den letzten Platz belegt, sich dabei jedoch erstmals auf kürzeren 1.900 Metern in Hannover lange an der Spitze gezeigt. Diesen Ansatz konnte sie dann vor drei Wochen in Dresden dann auch gleich bei ihrem Handicap – Debut und erstmal mit Scheuklappen betätigen, als sie mit gutem Schlußakkord noch auf den dritten Platz vorlief. Die jetzt erstmals so weite Distanz wird ihr daher entgegen kommem. Zudem wiederum mit “Sehhilfen” unterwegs, sollte sie auf alle Fälle Chancen auf eine Platzierung haben. Für die restliche Saison bestehen noch Nennungen in den Auktionsrennen von Bad Harzburg, Hannover, Baden Baden, Magdeburg, Mülheim und Halle.
In einem weiteren, ebenfalls auf der Innenbahn gelaufenen Ausgleich III über allerdings kurze 1.200 Meter, soll Mercure seinem Besitzer “Ati” Darboven einen weiteren und immer wieder besonders emotionalen Heimsieg bescheren. Der von selbst gezogene Areion – Sohn, war zweijährig ungeprüft geblieben und erst im März mit drei Platzierungen im Gepäck, aber eben auch sieglos, von Janina Reese gekommen. Gleich kastriert, sollte er es seiner ebenfalls von Henk Grewe vorbereiteten Verwandten Koffi Kick nachtun, die in Köln als ebenfalls vierjährige Sieglose zu einer tollen Siegesserie startete. Zwar konnte er sich gleich beim ersten Start unter neuer Regie und als Wallach in Halle auch direkt seiner Maidenschaft entledigen, beim anschließenden Handicap Debut auf der Kölner Heimatbahn trotz leichtem Gewicht jedoch noch nicht bestehen. Aus versprechender Posion und Haltung fand er im Einlauf als Totofavorit einfach nicht den höheren Gang und mußte sich am Ende sogar mit Platz Sechs begnügen. Jetzt soll er natürlich diese insgesamt doch etwas enttäuschende Leistung korrigieren und gibt es dafür einen besseren Platz als Hamburg.? Wir sagen Nein und drücken seinem Eigner die Daumen.
Foto: Marc Rühl

