Wenn die Hamburger Derby Woche denn wie geplant am Sonntag um 9:45 beginnt, dann unter Beteiligung von drei Galoppern aus dem Quartier von Henk Grewe. Hauptakteure sind natürlich Innora mit Leon Wolff und Dune unter Thore Hammer – Handen als Doppelspitze im von sechs Pferden bestrittenen und zur Listenklasse zählenden Sparkasse Holstein – Hamburger Stuten Cup über 2.200 Meter.
Die mit sieben Starts wenig geprüft Innora verfügt zwar über veritable Klasse und kennt auch nur gute Formen, hat aber irgendwie kein Fortune. Oder salopp gesagt: erst hatte sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Denn im Vorjahr galoppierte sie erst in Hoppegarten ihre Gegnerinnen mit 13 Längen Vorsprung in Grund und Boden, wurde anschließend aber sowohl im Hamburger Stuten Preis als auch in der Diana knapp abgefangen. Wobei ihr da mit dem Sieg vor Augen, auf denn allerletzten Metern der Sattel rutschte. Sie soll daher in diesem Jahr einiges nachholen. Beim Saisondenut am 1. Mai in Hannover kam sie zwar hinter Santagada noch nicht über Rang Fünf hinaus, lief dabei nach 253- tägiger Pause jedoch besser als es die Platzierung aussagt. Das sah dann auch vor drei Wochen im Preis der Baden-Badener Hotellerie & Gastronomie auf heutigem Nivesu jedoch schon wieder ganz anders aus. Denn nach einem alles andere als passenden Rennverlauf, mußte sie sich nur der von Eva Fabianova vorbereitete Ruby Lips um eine halbe Länge geschlagen geben. Auch wenn wir uns wiederholen, sie ist nach Klasse sowie Einschätzung das beste Pferd im Feld und nach jetzt 411 sieglosen Tagen einfach überfällig.
Dune ist zwar mit ihrer Marke von 85 Kilo noch um 6,5 Kilo nierdriger eingeschätzt als die Trainingsgefährtin, macht sich jedoch nach den Eindrücken hierzulande, langsam aber sicher auf den Weg in höhere Gefilde. Die formkonstante und zuvor von Francis-Henri Graffard vorbereitete Wotton Bassett – Tochter, war bei Arqana für 145.000 Euro in jetzigen Besitz gelangt. Bei zuvor neun Starts zweimal erfolgreich und nur einmal ohne Geld geblieben, hatte sie schon zweimal an Listen – Blacktype geschnuppert. Auch beim ersten Start für ihr neues Umfeld Mitte Mai auf heutigem Niveau in Dortmund, zeigte sie sich gleich von guter Seite, zumal sie ungeachtet einer 157- tägiger Pause und kurz erforderlich werdenden Kurskorrektur, nur mit einer halben Länge am ersten Karriere – Blacktype vorbei schrammte. Mit der zu erwartenden Steigerung sollte sie nach Meinung ihres Trainers durchaus in die Platzierung laufen und damit ihr erstes “schwarzes Gold” eingaloppieren können.
In einem Ausgleich IV für 3-jährige und ältere Pferde über die Meile, hätte dann noch der Neuzugang Wild Cooper seinen ersten Auftritt für den Stall Golden Horse und unter Regie von Henk Grewe. In einem zehnköpfigen Feld wird er von Thore Hammer – Hansen geritten. Der zuvor von Jean Pierre Carvallo vorbereitete und gerade für 2.500 Euro bei der BBAG Online-Auktion erworberne Almanzor – Sohn, hat sowohl bei seinen beiden Starts im Vorjahr als auch drei Versuchen in dieser Saion, noch keinen Ansatz verraten. Auch zuletzt am Maifeiertag in München, war er noch nicht über den letzten Platz hinaus gekommen. Das könnte jetzt erstmals im Handicap und zurück auf einer 400 Meter kürzeren Distanz, jedoch schon ganz anders aussehen, zumal man ihm nach ersten Arbeiten zutraut, seine Marke von 57 kilo zu bestätigen. Aktuell hat er auch noch eine Nennung für das Auktionsrennen Anfang September in Baden Baden.
Fotos: Marc Rühl – Innora (o.li.) – Dune (u.li.) – Wild Cooper (re.)

