“Mission completed”. In den Farben von Liberty Racing 2024 Gold, gewinnt Chiefland am heutigen Sonntag in Düsdeldorf das zur Listenklasse zählende Derby Trial. Unter Leon Wolff verwies er dabei nach 2.200 Metern und einem Rennen aus der Reserve Guevara sowie Abdulhamid sicher mit 1 1/4 und 1 Länge Vorsprung auf die Plätze. Der Hengst wurde damit seiner Rolle als 1.8:1 Totofavorit vollauf gerecht und läßt vorallen seine kopfstarke Besitzergarde getreu dem Motto von Syndikatsgründer Lars – Wilhem Baumgarten, “weiter von einem Derbysieg träumen”.
Der Study of Man-Sohn, ein 50.000 Euro BBAG-Kauf, war im Vorjahr zwar früh zur Hand, nach einem überlegen Debuterfolg in Baden jedoch noch einmal ins Wachstum gekommen. Spätestens nach seinem starken und nachträglich deutlich aufgewerteten Ehrenplatz beim ersten Saisonsauftritt Mitte April hier in Düsseldorf, stand die Tür zum Derbyzug schon weit offen.
Jetzt sicherte er sich an gleicher Stätte endgültig sein Ticket mit Platzkarte für den Weg nach Hamburg, auch wenn sich sein Betreuer im Führring bezüglich eines Sieges noch verhalten optimistisch zeigte. “Wir möchten gerne mit einem geschonten Pferd ins Derby gehen und hoffen daher auf ein gutes laufen. Auch wenn er aktuell natürlich noch nicht bei 100 Prozent ist, sollte er unter den ersten Drei einkommen”.
Im Rennen lief es dann jedoch deutlich besser, wenn nicht sogar optimal. Diesmal unterwegs an vierter Stelle eingeparkt, wartete Leon Wolff im Einlauf bis zum Übergang, ehe er seinen Partner auf freie Spur brachte. Der zog direkt stark an und setzte sich in nur wenigen Galoppsprüngen auf zwei Längen vom Feld ab. Diesmal wurde er jedoch nicht mehr spät abgefangen, konterte den kurz gefählich aussehenden Angriff des Gegners locker aus. Entsprechend zufrieden äußerste sich dann auch sein Siegreiter. “Er mag Düsseldorf und das haben wir auch bei der Planung berücksichtigt, Heute hat er jedenfalls viel gelernt, besonders hinter den Pferden abzuschalten und zu relaxen. Ich habe dann auch bis zum Übergang gewartet, ihn dann heraus genommen. Er muss jetzt natürlich noch eine Schüppe drauflegen, aber ich denke, daß er das auf jeden Fall kann.“ so ein zufriedener Siegreiter Leon Wolff.
Chiefland wird jetzt die Union auf seiner Heimatbahn auslassen und augeruht sowie weiter gesteigert ins Derby gehen. Auf den Horner Moor sollte er von einem zu erwartenden schnellen Rennen profitieren können. Am Stehvermögen wird er jedenfalls nicht scheitern, und auch von den Bodenverhältnissen zeigt er sich bisher weitgehend unabhängig.

Fotos: Marc Rühl

