Kurz vor dem am kommenden Donnerstag in Baden-Baden beginnenden und drei Renntage umfassenden Frühjahrs-Meeting machen sich Henk Grewe und seine Vierbeiner rar. So lässt man Leipzig am Samstag komplett aus und ist am Sonntag beim Renntag rund um die 1.000 Guineas auf dem Düsseldorfer Grafenberg auch nur mit einem Pferd im Beiprogramm vertreten
.Das ist Chiefland, der sich unter Leon Wolff mit einem weiteren guten Laufen im Derby-Trial auf Listenebene über 2.200 Meter für den Start im “Blauen Band” am 5. Juli auf dem Horner Moor in Hamburg empfehlen möchte. Mit einem Sieg hätte er das Derbyticket wohl so gut wie sicher in seiner Satteltasche.
Der im Besitz von Liberty Racing 2024 Gold stehende Study of Man-Sohn, ein 50.000 Euro BBAG-Kauf, vertritt die Familie des sechsfach erfolgreichen und im Caulfield-Cup siegreichen Darston, sowie der 2014 hierzulande zur Championstute aufgestiegenen Cubanita. Chiefland war früh zur Hand und ließ bei seinem Debüt während der letztjährigen Großen Woche und obwohl noch grün agierend, den Gegnern keine Chance. Leider kam er nochmals ins Wachstum, ging in eine verfrühte Winterpause und verpaßte geplante Starts im Ferdinand Leisten Memorial sowie im Ratibor-Rennen.
Bei seinem späten Saisondebüt Mitte April auf schwerer Bahn in Düsseldorf mußte er zwar die erste Niederlage einstecken, sah jedoch in einem engen “Vier-Pferde-Endkampf” kurz schon wie der Sieger aus, ehe er genau im Ziel von Tailwind abgefangen wurde. Diese Form wurde inzwischen aufgewertet, da sein Bezwinger als Vierter im Bavarian Classic hinter Gostam, Lommi und Peace of Japan durchaus überzeugte.
Mit der zu erwartenden Steigerung und der ohnehin höchsten Marke (80 Kilo) ist er in einem kleinen Siebernerfeld natürlich erste Wahl. Am Stehvermögen sollte er jedenfalls nicht scheitern, und auch von den Bodenverhältnissen zeigt er sich weitgehend unabhängig.
Foto: Marc Rühl

