Das ist die klassische Ironie des Grand National: Man studiert stundenlang Statistiken, wälzt Formenspiegel und analysiert Bodenverhältnisse, nur um dann zuzusehen, wie der „Statistik-Tipp“ Grangeclare West bereits am ersten Sprung die Segel streicht und auch das Pferd mit der Glücksnummer 22 am 19. Sprung seinen Reiter verlor. Aintree verzeiht eben keine Fehler, egal wie gut die Vorleistungen auf dem Papier aussehen. Das I am Maximus schließlich den Sieg nach Hause gebracht hat, ist fast schon ein cineastisches Ende für diese Geschichte. Ein Pferd, das seinen Namen ” Ich bin der Größte” derart wörtlich nimmt und zeigt, dass Klasse am Ende eben doch über die reine Mathematik und das Glück siegen kann. Es war für alle Zuschauer und Wetter mal wieder ein echtes Wechselbad der Gefühle, aber ein zweiter Platz meines “Bauchpferdes” Iroko bei einer Startquote von 18:1 ist im Grand National ja fast so viel wert wie ein Sieg – und zumindest ein kleiner Balsam für den Geldbeutel.
Doch zum sportlichen. Iam Maximus sicherte sich den Sieg im Grand National 2026 vor Iroko und erfüllte damit seine Rolle auch als Toto – Favorit eindrucksvoll. Das Pferd bestätigte seine Ausnahmestellung im Feld und trug das Höchstgewicht souverän über die gesamte Distanz.
Der Wallach kam mit einer makellosen Empfehlung an den Ablauf. Als Sieger 2024 und Vorjahres Zweiter dieses Rennens und nach zuletzt hochklassigen Leistungen in prestigeträchtigen Jagdrennen, war er doch das logisch Pferd, an dem sich die Konkurrenz und auch die Wettrr orientieren musste. Seine Sprunggewalt und Ausdauer waren doch bereits im Vorfeld bekannt. Warum im Vorfeld eigentlich lange suchen, das Gute lag doch so nah
Trotz des schweren Gewichts fand I am Maximus früh einen guten Rhythmus und hielt sich aus den Turbulenzen der frühen Phase – die unter anderem Grangeclare West zum Verhängnis wurden – heraus. In der Zielgeraden flog er förmlich nicht nur an dem enteilten und schon wie der Sieger aussehenden 28:1 Außenseiter Jordans vorbei konterte auch die starke und zu spät kommende Schlußattacke von Iroko und ließ damit letztlich keine Zweifel an seiner Klasse aufkommen.
Mit diesem Erfolg zementiert er seinen Status als eines der besten Steeplechase-Pferde der Gegenwart und wandelt mit seinen jetzt zwei Siegen auf den Spuren des legendären Red Rum, der als einziger diesese Monstrerennen bisher dreimal gewinnen konnte.
Die zweibeinigen Helden des Rennens waren natürlich Jockey Paul Townend Trainer Willie Mullins und vorallem natürlich Besitzer JP McManus, der sechs Pferde im Rennen hatte und am Ende mit den Platzen Eins, Zwei und Vier einmal mehr seine Dominanz in diesem Rennen unterstrich.
Das Grand National wurde aber auch wieder seinen Ruf als schwerstes Hindernisrennen der Welt gerecht, denn nur 16 und damit fast die Hälfte der 34 gestarteten Pferde erreichten das Ziel. Alle gestürzten Pferde blieben jedovh Berichten zufolge unverletzt, wobei drei Pferde vorsorglich
Für die Buchmcher war der Sieg des Favoriten ‚I Am Maximus‘ ein wahres Alptraum – Szenario daß noch lange in Erinnerung bleiben wird, denn da sich auch unter den Platzierten stark gewettete Pferde befanden, waren Auszahlungen von über 10 Millionen Pfund fällig. Da heißt es jetzt wohl Wunden lecken.
Foto: Aintree Rscecourse

