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BBAG DUO PLUS BAAS

28. 08. 2026

Mit drei Vierbeinern ist das Quartier von Henk Grewe am Sonntag beim zweiten Tag der Großen Woche in Baden Baden vertreten.

Gleich Zwei davon kommen im den zweijährigen Stuten vorbehaltenen und mit satten 102.500 Euro dotierten Iffezheimer BBAG-Auktionsrennen 2026 über 1.200 Meter an den Ablauf. Es ist nicht nur ein internes Stall- sondern auch echtes Bruderduell, denn beider Vater ist der seinerzeit  von Henk Grewe vorbereitete Ausnahme – Galopper Rubayjat.

Mit der im Besitz von Thomas Jander stehenden und von Thore Hammer – Hansen gerittenen Zauberflöte, kommt nicht nur ein mit zwei Starts bereits routiniertes, sondern zugleich auch das Meetings – Mummpferd ihres Trainers zum Einsatz.  Die vom Gestüt Karlhof gezogene Stute, ein 38.000 Euro BBAG Kauf, verspricht allein schon aufgrund ihrer Abstammung Frühreife und Schnelligkeit. Das die Stute tatsächlich schnell zur Hand war, bestätigte sie Mitte April in Lyon als erste hierzulande trainierte Starterin des Jahrgangs 2024. Lange an und bei der Spitze zu finden, musste sie am Ende nur zwei bereits gelaufenen und am Toto favorisierten “einheimischen” Galoppern den Vortritt lassen. Das sah Anfang Juni aber schon ganz anders aus, als sie  mit dem BBAG Badener Jugendpreis das erste hierzulande gelaufene Rennen für Zweijährige gewinnen konnte. Für die Stute war es beim zweiten Auftritt nicht nur der erhoffte erste Karrieretreffer, sondern bescherte sie damit zugleich auch ihrem Vater Rubaiyat den ersten Erfolg als Deckhengst. Sie hat seitdem noch einmal zugelegt und wird sich als eibd von drei Siegerinnen im zwölfköpfigen Feld teuer verkaufen.

Die Farben von Denis Cengiz vertritt dagegen Belle Jument, die auch bei ihrem zweiten Lebensstart wiederum von Leon Wolff geritten wird. Die schicke und bei der BBAG gerade einmal 9.000 Euro teure Stute war früh zur Hand und hatte sich nach kleineren Auszeiten inclusive einer Nabelbruch OP jedoch schnell wieder angeboten. Bei ihrem Debut am 1. August gleich im Kölner BBAB kam sie als letztlich Fünfte über die Linie. Nach einem flotten Rennen von der Spitze aus an der 400 Metermarke vom siegreichen Traingsgefährten  Dimitri passiert, hielt sie den Ehrenplatz zwar noch länger fest, war aber in der Distanz geschlagen und wurde zuletzt auch noch für den vierten Platz überlaufen. Insgesamt lief sie damit jedoch wie ein Pferd, das dieses Rennen noch benötigte. Man hat sie im weiteren Saisonverlauf noch  für das Auktionsrennen in Dortmund eingeschrieben und hofft sie mit der Frühreife ihres Vaters auch in die Winterkönigin bringen zu können.

Ein weiterer Starter an diesem Tag ist Baas für Holger Renz in einem Rennen für vierjährige und ältere sieglose Pferde über die Meile und mit Jozef Bojko im Sattel. Der von Besitzerseite selbst gezogene Millowitsch – Sohn,  ein rechter Bruder des 2024 im Mülheimer Auktionsrennen erfolgreichen Blömsche, war erst kürzlich von Andreas Helfenbein gekommen. Nach zwei ordentlichen Arbeiten hatte man beim ersten Start unter neuer Regie vor drei Wochen in Krefeld und nicht gerade formstarker Konkurrenz, eigentlich mit einem guten Auftritt gerechnet. Zumal er sich im Führring nach Traineraussage deutlich relaxter präsentierte als daheim. Im Rennen selbst blieb er dann jedoch alles schuldig. Schon am ersten  Bogen noch grün agierend und unterwegs stets letztes Pferd, fand er auch im Einlauf noch keine richtige Aktion. Er sollte sich jetzt verbessert präsentieren und auch nach Abstammung ein solches Rennen gewinnen können.

Fotos: Marc Rühl