Tulpar im Besitz von Kevin und Theo Friderich, muß trotz erneut starke Vorstellung, jetzt schon seit 637 Tagen weiter auf seinen zweiten Karrieretreffer warten. Im mit 22.000 Euro hochdotierten Ausgleich II, kam er nach 1.200 Metern und langem Kampf, als Dritter über die Linie. Geschlagen nur um eine halbe Länge und Hals von Miami Heat aus dem Quartier von Romy van der Meulen und Vinnare.
Der Counterattack – Sohn stand zweijährig schon einmal bei Henk Grewe, gewann im September 2024 das Düsseldorfer Auktionsrennen und kehrte nach vierzehn erfolglosen Versuchen nach Köln zurück. Hier fand er zu konstanter Form, mußte nach zwei Ehrenplätz zuvor jetzt auch beim dritten Start erneut eine ebenso knappe wie unglückliche Niederlage einstecken. Wobei ihm langsam eine “Holland – Trauma” droht, denn jeweils kamen seine Bezwinger aus dem Nachbarland.
Das Vertrauen in den Wallach war Heute vor den Rennen jedenfalls riesig. “Er hatte zuletzt einen schlechten Rennverlauf, hätte sonst gewonnen. Das haben die Leute wohl gesehen und deswegen steht er so niedrig. Die Quote 1,6 :1 im Handicap ist aber auf keinen Fall gerechtfertigt, da wäre ich vorsichtig” war Henk Grewe vor dem Rennen selbst über dieses Vertrauen erstaunt. Das hatten wohl wiederum einige Wetter gehört, denn Tulpar ging schließlich “nur” noch zum Kurs von 2,8:1 ins Rennen.
Mit der Vorsicht sollte er jedoch recht behalten, wobei in Baden über die 1.200 Meter der geraden Bahn stets Vorsicht geboten ist. Denn wie immer spielte sich das Geschehen ganz außen im Kampf um den begehrten Platz an den Rails ab, den ihm trotz gutem Start die spätere Siegerin vor der Nase wegschnappte. Tulpas versuchte es eine Spur weiter innen, kam aber trotz aller Bemühungen einfach nicht an der immer zulegenden Gegnerin vorbei und wurde auf der Linie auch noch für den Ehrenplatz abgefangen. Auch wenn wir uns wiederholen, Tulpar ist einfach überfällig !!!!
Foto: Marc Rühl

