Zweiter Starterin – zweite Siegerin. Nur vierzig Minuten nach Schneewittchen, stand Trainer Henk Grewe erneut auf dem Podest. In den Farben von Thomas Jander hatte Zauberflöte mit dem BBAG Badener Jugendpreis gerade das erste hierzulande gelaufene Rennen für Zweijährige gewonnen. Für die Stute war es beim zweiten Auftritt nicht nur der erhoffte erste Karrirretreffer, sondern sie bescherte damit auch – und das war der besonders emotionale Moment – ihrem seinerzeit ebenfalls von Henk Grewe vorbereiteten Vater Rubaiyat den ersten Erfolg als Deckhengst.
Die vom Gestüt Karlhof auf Frühreife und Schnelligkeit gezogene Stute, ein 38.000 Euro BBAG Kauf, war dann auch
tatsächlich früh zur Hand. So hatte sie beim Debut Mitte April in Lyon letztlich nur zwei bereits gelaufenen und am Toto favorisierten “einheimischen” Galoppern den Vortritt lassen müssen
Nach dieser Vorstellung ging man natürlich mit viel Optimismus ins Rennen.,Allerdings war etwas schwitzen angesagt, bis dieser Sieg in trocknen Tüchern war, denn in einem packenden Endkampf ließ die dänische Gaststute Mist at Dawn bis zur Linie nichts unversucht. Doch fanden die als 1,9:1 Totofavoritin ins Rennen gegangene Stute und ihr Reiter Thore Hammer – Hansen doch noch die richtige Antwort und fingen die Gegnerin mit immer neuen Reserven und der Rennerfahrung aus Lyon, auf den letzten der 1.000 Metern mit einem “Hals” Vorteil ab
“Das war eine sehr gute Leistungs. Ich hätte im Einlauf gerne den Platz an den Rails bekommen. Das war leider nicht möglich, aber sie hat trotzdem gekämpft und mit ihrer großen Gallopade noch gewonnen. Sie sollte vor einer besseren Karriere stehen. Das gilt wohl auch für ihren Vater Rubaiyat, denn auch seine anderen bei uns stehenden Nachkommen gefallen mir und scheinen gut geraten zu sein”. so Thore Hammer – Hansen
Wir machen mit ihr jetzt erst einmal eine Pause, denn schon die Arbeit am letzten Montg war nicht ganz so gut. Sie scheint im Moment in einem kleinen Loch zu sein, denn sie hat auch Heute nicht so leicht gewonnen wie wir es uns das vorgestellt haben” so Trainer Henk Grewe, der als nächtes mögliches Ziel das Auktionsrennen am 1. August auf der Kölner Heimatbahn ins Visier genommen hat. Auf einem dann auch 300 Meter weiteren Weg.

Fotos: Marc Rühl
