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Un quartetto forte per Roma

28. 10. 2022

Vor zwei Wochen fand in Ascot der British Champions Day statt. Am kommenden Sonntag steht nun auf der Capannelle Rennbahn von Rom der Italian Champions Day und mit dabei ein starkes Quartet von Henk Grewe. Nach jetzigem Stand kann man in der ewigen Stadt wohl von warmen Temperaturen und damit auch gutem Boden ausgehen.

Los geht es mit dem zur Gruppe II gehörenden Premio Lydia Tesio (299.200 Euro – 2.000 Meter) und Atomic Blonde. Die Karlshoferin strebt drei Wochen nach dem tollem Sieg im Mailänder Premio Verziere (Gruppe III) und erneut mit Silvano Mulas, gleich den nächsten Gruppetreffer ihrer Karriere an.  Schon zweijährig gewann die The Grey Gatsby -Tochter wie ihre ebenfalls von Henk Grewe trainierte Mutter Alwina, innerhalb von nur zwei Wochen die beiden Auktionsrennen in Dortmund. Beim Saisondebut in den italienischen 1.000 Guineas war sie aufgrund von Reisestreß indisponiert und im Preis der Diana nur an der Kursführung gescheitert. Dafür imponierte sie aber als Zweite in den Oaks d’Italia auf Gruppe II-Ebene hinter Nachtrose, vorallem aber in Baden als Dritte gegen die älteren Spitzenstuten Amazing Grace und India im toll besetzten T.v.Zastrow Stutenpreis auf zu weiten 2.400 Metern. Meldet mit der Mailänder Siegform erneut gute Chancen an, wobei man hofft, daß sie diesmal die lange Reise besser übersteht.

Gleich eine Darius Doppelspitze gibt es im zur Gruppe III zählenden Premio Ribot (75.900 Euro – 1.600 Meter).

Rubaiyat meldet davon nach bisherigen Leistungen die größeren Chancen an. Der bisher bereits siebenfach erfolgreiche Areion-Sohn ist nicht nur Galopper des Jahres 2019, sondern auch formkonstant bis in die Haarspitzen. So gewann er bei bisher 24 Starts vorallem ein Listen- sowie fünf Grupperennen und war zudem auch noch zehnmal in dieser Klasse placiert. Der von Clement Lecoeuvre gerittene Fünfjährige, kennt auch in dieser Saison mit vier zweiten und einem dritten Platz auf Gruppe III – Niveau unverändert nur gute Leistungen.  Zuletzt vor zwei Wochen in Mailand, mußte er sich jedenfalls im Premio Vittorio di Capua, einer mit 242.000 Euro dotierten Gruppe II – Prüfung über die Meile, nur dem englischen  Gast Bounce The Blues mit Hals geschlagen geben. Startet jetzt den nächster Versuch um nach nun 370 Tagen, endlich wieder einen überfälligen und hochverdienten Treffer einzugaloppieren. So ganz passend dürfte der Boden allerdings wohl nicht sein.

Die zweite Waffe Zandjan hat Edourado Pedrozza im Sattel.  Bei dem 61.000 Euro BBAG Kauf lief bisher im Rennen nicht alles nach Wunsch. Beim Debut in Angers als knapp geschlagener Dritter alles andere als glücklich,  konnte er sich dafür in München aber eindrucksvoll entschädigen und locker die Maidenschaft ablegen. In den German 2.000 Guineas wurde er unterwegs grob behindert und kam völlig unter Wert geschlagen als Letzter über die Linie,  korrigierte aber auch diese Form wiederum schnell. Als einziger Dreijähriger blieb er nämlich im GP der SK Hannover auf Listenniveau gegen die ältere Sprintergarde als Vierter für eine “blacktype” Placierung nicht weit zurück. Zuletzt im Hoppegartner Auktionsrennen konnte er nach einer Pause von der Spitze aus zwar noch nicht entscheidend zulegen,  sollte aber nun gefördert sein und sich auch in starker Gesellschaft teuer verkaufen.

Zum hoffentlich krönenden Abchluß, bestreitet noch See Hector für die Cometica AG und mit Clement Lecoeuvre den mit 242.000 Euro dotierten Premio Roma (Gruppe II – 2.000 Meter). Der Counterattack -Sohn kehrt damit an seine erste große Erfolgsstätte zurück. Zu Saisonbeginn in den Weidenpescher Park gewechselt, konnte er nämlich gleich beim ersten Start für Henk Grewe und als Jahresdebutant, in Rom und toller Manier die 2.000 Guineas Italiens gewinnen. Leider kam er mit einer Lungenentzündung zurück, mußte man anspruchsvolle Pläne ad Act legen. Genesen, soll er jetzt natürlich einiges nachholen. Beim come- back Anfang Oktober im Düsseldorf GP (Gruppe III), konnte er nach viermonatiger Pause aus guter Position noch nicht den höheren Gang finden. Dabei lief er aber wie ein Pferd, daß diesen Start noch benötigte. Kann und soll jetzt mit der erwarteten Steigerung zeigen, wo er aktuell steht.

Fotos: Marc Rühl