Neben den zwei bereits vorgestellten Handicappern, kommen am Samstag in Mülheim auch noch zwei BBAG und ein Listenstarter zum Einsatz.
In das 52.000 Euro BBAG Auktionsrennen über 2.000 Meter, schickt der Trainer gleich eine Doppelspitze
Charleston soll davon unter Thore Hammer – Hansen endlich wieder in die Erfolgsspur zurück finden. Stall Riesling Racing’s Gleneagels – Sohn, ein 50.000 Euro Arqana Kauf, konnte im Vorjahr zwar gleich beim Debut gewinnen, läuft jedoch seitdem und das sind aktuell 336 Tage, einem zweiten Treffer hinterher. Bei seinen acht Saisonstarts blieb er nur zweimal ohne Geld, in den klassischen 2.000 Guineas sowie zuletzt im Hannoverschen Auktionsrenne, kannte ansonsten jedoch nur gute Formen. So war er jeweils Zweiter in einem Hoppegartener Siegerrennen hinter Well Al, im von La Spezia gewonnenen Hamburger Steher BBAG, in Saarbrücken und um Hals von Don Bosco geschlagen im Badener Goffs Winners Cup. Hätte jetzt endlich wieder einen Treffer verdient, kam jedoch zuletzt auf heutigem Niveau nicht mehr aus hinteren Regionen weg und trifft es auch diesmal nicht leicht an.
Zweiter Starter ist Darius Racing’s Pashang, der ein mögliches Engagement am Vortag im Derby du Languedoc auf Listenebene in Toulouse ausläßt, hier nun mit Michael Cadeddu und der dritthöchsten Marke im Feld antritt. Der länger als Derbypferd gehandelte Isfahan – Sohn aus der Zucht des Gestüt IDEE und der Famile von Derbysieger Pik König, ist mit fünf Starts noch wenig geprüft. Beim späten “Lernstart” zu Jahresende auf Sand in Dortmund Zweiter, legte er gleich beim Saison Debut Mitte April in Mülheim und noch nicht bei 100 Prozent überlegen die Maidenschaft ab. Doch lief danach nicht mehr viel zusamm. Im Derby Italiano traf er es als letzlich Siebter zu schwer an, war im Preis der BBAG Jährlings-Auktion und damit erstmals links herum alles andere als glücklich und lies sich zuletzt im Deutschen St. Leger jedoch schon Ende des Schlußbogens kräftig anschieben, war Mitte Gerade endgültig geschlagen. Hier sieht es natürlich leichter für ihn aus und er gehört mit seinem GAA in alle Überlegungen.
Hauptakteur des Quartiers an diesem Nachmittag ist jedoch Amico als einer von elf Startern im zur Listenklasse zählenden rp-Gruppe – 83. Silbernes Band der Ruhr über 3.300 Meter. Geritten wird der vierjährige und seit kurzem im Besitz des Stall Stars & Friends III stehende Hengst wiederum von Thore Hammer – Hansen. Der Camelot – Sohn, ein 180.000 Euro BBAG von Liberty Racing Australia, startete seine Karriere bei Henk Grewe, und gewann dort Mitte Mai 2025 als Zweijähriger sein bisher einziges Rennen. Nach einem Jahr bei Sarah Steinberg mit Kastration und zwei Platzierungen im Mitteltreffen auf Ausgleich I Niveau, wechselte er in jetzigen Besitz und zurück an alte Erfolgsstätte. Beim ersten Start für sein neues Umfeld in Krefeld, kam er hinter zwei früh und weit enteilten Gegnern noch als Dritter ins Ziel und setzte sich zuletzt im Stadt Baden Baden Cup auf Ausgleich I mit der erhofften Steigerung gegen den Totofavoriten Why Limit durch. Womit er nicht nur Revanche an seinem Krefelder Bezwinger nahm, sondern auch nach 477 erfolglosen Tagen endlich wieder in die Siegesspur zurück. Läuft jetzt zwar erstmals auf einem so weitem Weg, jedoch mit seiner Marke und als wenig geprüftes Formpferd mit Reserven zu beachten. Wie heißt doch die alte Turfweisheit: “Form schlägt Klasse”.
Fotos: Marc Rühl Amico (o.) – Charleston (m.) – Pashang (u.)

