Nach der Abmeldung von Darius Racing’s Peykan für den Ausgleich III, war Charleston beim Renntag am Samstag in Saarbrücken, der einzig verbliebene Starter des Quartiers. Der im Besitz von Riesling Racing stehende Hengst, traf im einleitenden Siegerprüfung zwar nur noch auf zwei Gegner, mußte sich nach 1.900 Metern und als 1,5:1 Totofavorit, dennoch überraschend mit dem Ehrenplatz zufrieden geben. Geschlagen um 1 1/4 Längen von als 7,4:1 Außenseiterin ins Rennen gegangenen Delire d’ Amour aus dem Badener Stall von Victoria Wilde.
“Pferderennen ist wie ein Königsberger Klops, es ist einfach alles drin” pflegte Trainer – Legende Heinz Jentzsch zu sagen, wenn einer seiner Favoriten nicht gewinnen konnte. Eine alte Turf Weisheit, die sich am heutigen Samstsg mal wieder bewahrheiten sollte. Denn alles deutete eigentlich auf nichts anderes als ein “Zwei – Pferde – Rennen” hin. Zwischen Charleston, bärenstarker Zweiter im “Kleinen Derby” hinter La Spezia und mit 74 Kilo auch am höchsten eingeschätzt, sowie dem von Waldemar Hickst für Echkard Sauren vorbereiten Elmo. Die zweijährig bereits 17-mal in Frankreich gelaufene und bei insgesamt 26 Starts nur einmal erfolgreiche Siegerin hatte man nicht auf dem Schein. Zumal sie bei den letzten fünf Starts hierzulande keine Akzente setzten konnte.
Das Rennen schien dann auch den erwarteten Verlauf zu nehnen, als Leon Wolff mit Charleston gleich nach vorne strebte und vor Elmo Tempo und Gegner zu beherschen schien. Doch hatte man die Rechnung ohne Benjamin Marie gemacht, der mit anderer und letztlich erfolgreicher Taktik ungerwegs war. Denn als das Tempo in der Gegenseite einen Tick langsamer wurde, stürmte er auf einen Ruck an die Spitze und setzte sich gleich entscheidend ab. Denn was Leon Wollf auch versuchte, auf zudem nicht passendem Boden, konnte er das Blatt nicht mehr wenden.
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