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INNORA IM BERLIN GP

07. 08. 2026

Bliebe am Sonntag in Hoppegarten noch die im Besitz des Stall Route 66 und Bernd Reese stehende Innora, als eine von zehn Starterinnen im zur Gruppe I zählenden und über 2.400 Meter führenden Westminster 136. Grosser Preis von Berlin. Geritten wird die Stute, in deren sportlicher Agenda noch ein Gruppetreffer fehlt, von Leon Wolff.

Wenn man die Lord of England – Tochter vorstellt, dann geht einem der Gesprächsstoff einfach nicht aus. Mit ihrem GAG von 94 Kilo ist sie unbestritten eine der besten Stuten des Landes und mit bisher erst neun Starts zudem auch insgesamt noch wenig geprüft. Abgesehen von einem erfolglosen “Lernstart” als Zweijährige, erwies sie sich dabei als die Formkonstanz in Person. So blieb sie bei ihren folgenden acht Starts – sieben davon auf anspruchvollem Pattern Niveau – nur einmal ohne Geld. Beim Saisondebut als knapp geschlagene Fünfte in einem von  Santagarda gewonnenen Listenrennen auf Hannovers “Neuer Bult”.

Leider war ihr ausgerechnet in den entscheidenden Momenten das Glück nicht gerade hold war, denn sowohl im Hamburger Stuten Preis als auch in der Diana wurde sie spät und ganz knapp abgefangen. Wobei ihr  ausgerechnet im Stutenderby und dem Sieg vor Augen, auf denn allerletzten Metern der Sattel rutschte. Man kann sie daher auch getrost als die “Unvollendete” bezeichen. Denn das sie bisher keinen Gruppetreffer in ihrer Agenda stehen hat und erst im Juni in Hamburg mit dem Treffer im zur Listenklasse zählenden Sparkasse Holstein – Hamburger Stuten Cup nach einem Rennen von der Spitze, nicht nur eine 411-tägige sieglose Durststrecke beenden, sondern endlich auch ihren ersten und bisher auch einzigen Blacktype – Treffer verbuchen konnte, ist bei ihrer veritablen Klasse nur schwer verständlich.

Sie tritt jetzt durchaus als eine Art Bahnspezialistin, denn bei ihrem ersten Start als Dreijährige galoppierte sie hier in Hoppegarten ihre Gegnerinnen mit 13 Längen in Grund und Boden. Und auch Mitte Juli zog sie sich in Berlin als nicht weit geschlagene Vierte hinter Nastaria, Spezialist und Narrativo im Gruppe III Fürstenberg Rennen von guter Seite. Zumal sie nach aufwendiger Startphase lange Zweite werden zu können schien.

Allerdings steht sie jetzt jedoch ineinem international besetzten Topfeld vor ihrer bisher wohl schwersten Aufgabe und nur in einer Außenseiterrolle. Und auch ihr Trainer ist nur verhalten optimistisch: „Innora muss im Vergleich zum letzten Start natürlich einen Sprung gewältigen, sonst passt aber alles. Die Distanz passt und auch der Boden ist perfekt. Wir hoffen natürlich auf eine Platzierung, aber es ist schwer genug.“

Foto: Marc Rühl