Im Vorjahr hatte Trainer Henk Gewe mit Warren Hill und Königin Marika zwei Pferde im Harzburger Auktionsrennen aufgeboten, die am Ende in dieser Reihenfolge die Plätze Eins und Zwei belegten. Auch diesmal schickte er wiederum eine Doppelspitze in diesen 37.000er, die zwar nicht für einen erneuten Treffer, aber letztlich für die Plätze Zwei und Fünf sorgen konnten.
Am besten verkaufte sich von den beiden schließlich wie vermutet Denis Cengiz’s am höchsten eingeschätzer Hengst Voitton, der trotz Pause und Höchstgewicht, nach Kampf nur knapp mit einer halben Länge der kochend heißten 1,9:1 Totofavoritin La Spezia den Vortritt lassen mußte. Der hoch gehandelte Best Solution – Sohn, mußte im Vorjahr nach zwei Siegen verletzungsbedingt aussetzen, präsentierte sich im April nach 213-tägiger Pause als Zweiter eine hochdotierten Prüfung in Mailand hinter Italiens bestem Dreijährigen jedoch gleich wieder in toller Form. Seitdem nicht mehr gelaufen, erwieß er sich auch jetzt gleich erneut als “Stehauf – Männchen”.
Sein ständiger Reiter Leon Wolff hatte zuletzt mit La Spezia in Hamburg gewonnen und jetzt von Besitzer Denis Cengiz die Erlaubnis bekommen, die vermeintlich chancenreichere Stute erneut zu reiten. Eine Entscheidung, die jedoch fast in die sprichwörtliche “Hose” gegangen wäre. Denn auch unter “Ersatzmann” Bauyrzhan Murzabayev lief der Hengst von der Spitze aus gleich wieder ein Bomben – Renne. Auch als die spätere Siegerin zu Beginn der Geraden innen auf kürzestem Weg durchschlüpfte, gab er sich nicht geschlagen, ließ bis zur Linie nichts unversucht und unterlag letztlich nur knapp und in allen Ehren. Zumal er von der Stute auch noch leicht nach außen gedrückt wurde.
Den Umständen entsprechend gut hielt sich auch der in den Farben des im Vorjahr siegreichen Stall Riesling Racing laufende Charleston, als am Ende fünftes Pferd hinter Aktivist und Duchessa. Der Gleneagles – Sohn hatte es im Dr. Busch Memorial auf Gruppe III – Niveau zu schwer angetroffen, sich mit zwei Ehrenplätzen in Hoppegarten und zuletzt im Hamburger ” kleinen Derby” sechs Längen hinter La Spezia, jedoch wieder ins Gespräch gebracht. Diesmal “nur” ein Kilo günstiger stehend, konnte er unter Thore Hammer – Hansen diese Form gegen die erneut siegreiche Stute nicht umdrehen, schien aber kurz mehr als den letztlich fünften Platz erreichen zu können. Allerding wurde ihm die wendige Kursführung zum Verhängnis, denn versprechend aufgerückt, geriet er im Schlußbogen weit nach außen, war im Einlauf aus letzter Position einfach nicht mehr möglich.
Foto: Marc Rühl

