Auf Henk Grewes beruflicher Agenda ist der noch fehlende Sieg in den klassischen Deutschen 2.000 Guineas weit oben angesiedelt.. Nach den zweiten Plätzen von Rubaiyat (2020) und Penalty (2024) unternimmt er jetzt mit gleich drei Pferden einen neuen Anlauf auf das mit 125.000 Euro dotierte und über die Meile führende Gruppe II-Rennen. In der diesjährigen Auflage der „Coolmore City of Troy– 2.000 German Guineas“ bekommt er es jedoch mit drei Gästen aus England und einen barenstarken Starter aus Frankreich zu tun. Zudem musste aufgrund von Sperren auch beim “Sattelpersonal” umdisponiert werden, konnte jedoch erstklassiger Ersatz verpflichtet werden.
Mit Asker im Besitz von Denis Cengis, schickt der Stall seinen wohl aussichtsreichsten Vertreter ins Rennen. Dabei war mit dem Aclaim – Sohn, ein gerademal 15.000 Euro BBAG – Kauf, zu Beginn nicht alles nach Plan verlaufen. Beim verspäteten Debut kam er zwar nur als Letzter und auch noch lahm aus dem Rennen, entpuppte sich danach jedoch mit überlegenen Erfolgen über Daytona in Dresden sowie auf Sand gegen Pashang zu einem imponiernden Doppelsieger. Beim Saidondebut Ende März in Mülheim, kam er als Vierter noch nicht über einen starken Moment im Einlauf hinaus, hatte jedoch hohe Gewichtvorgaben zu leisten, lief aber wie ein Pferd, das dieses Rennen noch benötigte. Vor einem Monat holte er in Krefeld dann tatsächlich zum großen Schlag aus, avancierte mit seinem spektakulären Treffer im Dr. Busch – Memorial über Loucas, Simply Best und Sonic Boom sogar zum Gruppe III – Sieger. Wobei er in der Schlußphase große Moral bewies. Hat nach diesem Karriere – Highlight die höchste GAG Marke unter den deutschen Startern und mit Oisin Murphy einen Weltklasse Reiter im Sattel. Und das sagt der Trainer: “Asker ist ein tolles Pferd und gewann zuletzt in Krefeld dank seines großen Kampfgeistes. Wenn alles passend verläuft, sollte er auch in dieser Aufgabe wieder weit vorne auftauchen können”.
Begleitet wird er von Eckhard Sauren’s mit 84 Kilo eingeschätzten Hengst Nardos. Der Kodiac – Sohn, ein 105.000 Euro BBAG Kauf, war im Quartier von Beginn an höher gehandelt und galoppierte beim Debut seine Gegner dann auch mit acht Längen in Grund und Boden. Leider kam er nach seinem vierten Platz im Badener Ferdinand Leisten Memorial – BBAG Auktionsrennen mit einer Verletzung zurück und mußte pausieren. Bei seinem Come – back Anfang Mai in Köln meldete er sich nach 224- tägiger Pause jedoch gleich wieder siegreich zurück. Setzte sich dabei trotz eines schlechten Rennverlaufs noch leicht gegen den Wöhler Schützling Birnbaum Warrior durch. Anstelle seines bisherigen Partners Thore Hammer – Hansen, wird jetzt Sybille Vogt im Sattel sitzen. Das meint der Trainer: “Nardos hat in seiner bisherigen Karriere noch nichts verkehrt gemacht und sich seit seinem ersten Start nochmals gesteigert gezeigt. Bei einem guten Rennverlauf sind wir bei ihm sehr optimistisch”.
Dritter Vertreter des Quartiers ist Silver Impact. Der in Irland gezogene Saxon Warrior – Sohn, ein 50.000 Euro Arqana Kauf im Besitz von Hasejo Racing, brauchte seine Zeit und blieb zweijährig ungeprüft. Beim Debut Ende März in Düsseldorf sah er jedoch ungachtet eines schlechten Rennverlaufs gleich lange wie der Sieger aus, ehe er spät noch von der bereits mehrfach erprobten Außenseiterin Fine Bubbles überlaufen wurde. Beim zweiten Start präsentierte er sich Ende April in Krefeld gesteigert und konnte letztlich auch seiner exponierten Favoritenrolle gerecht werden. Allerdings tat er sich dabei jedoch etwas schwerer als erwartet, bis der Treffer in trockenen Tüchern war. Steht jetzt mit seinen 74er Marke, der zweit nierdrigsten im Feld, natürlich nur in einer Außenseiterrolle und wird erstmals mit Scheuklappen aufeboten. Eddy Hardouin reist für den Ritt aus Frankreich an. Das sagt der Trainer: “Silver Impact hingegen muss auf seine letzte Form hin schon einige Kilo zulegen, um in dieser Prüfung vorne mitmischen zu können.“
Fotos: Marc Rühl

