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ZWEI MIT DERBYBLICK

09. 04. 2026

Neben dem bereits vorgestellten Aquaman, kommen beim Renntag am Sonntag in Düsseldorf, auch noch zwei aktuell für das Derby gehandelte Hengste an den Start. Beide in einer von nur fünf Pferden bestrittenen und über 2.100 Meter führenden Prüfung für Dreijährige die nicht mehr als ein Rennen gewonnen haben

Chiefland vertritt die Farben von Liberty Racing 2024 Gold und hat Thore Hammer – Hansen im Sattel. Der bei der BBAG 50.000 teure  Study of Man – Sohn aus der Familie des sechsfach und dabei im Caulfield – Cup erfolgreichen Darston, sowie der 2014 hierzulande zur Championstute aufgestiegenen Cubanita, war bisher nur einmal am Start. Mit guten Arbeiten hatte er sich für dieses Debut während der Großen Woche in Baden Baden empfohlen. Auch wenn er noch etwas grün agierte, konnte er die Vorschusslorbeeren voll erfüllen und  sich bis zur Linie immer leichter von den chancenlosen Gegnern freimachen.

Eingeschrieben für alle noch anstehenden besseren Zweijährigen –  Rennen, kam er aber leider nochmals ins Wachstum und ging in eine verfrühte Winterpause. Aktuell ist man mit seiner Entwicklung jedoch sehr zufrieden und nach Traineraussage auch “richtig happy” mit ihm. Natürlich möchte man ihn bei den Ambitionen seiner kopfstarken und erfolgsverwöhnten Besitzerschar gerne ins Derby bringen. Er besitzt eine Nennungen für die Kölner Union, könnte aber auch über Derby Italianio oder das Düsseldorf Derby Trial nach Hamburg gehen. An mangeldem Stehvermögen sollte er jedenfalls nicht scheitern und auch von den Bodenverhältnissen ist er weitgehend unabhängig.

Für den zweiten Starter Dalyan zeichnet Denis Cengiz als Besitzer verantwortlich und hat man Leon Wolff als Reiter verpflichtet. Er hat mit bisher bereits vier Starts eindeutig mehr Erfahrung als der zuvor beschriebene Trainingskollege und steht auch mit seiner Einschätzung von 89 Kilo deutlich über dem gesamten Feld.

Der vom Trainer selbst bei der Arqana Vente de Yearling für 42.000 Euro erworbene Romanised – Sohn aus der Dalakania, ein Steher mit Vorliebe für durchlässiges Geläuf, hat bisher überhaupt noch nichts verkehrt gemacht, lief sogar schon listen- und gruppeplatziert. Zweiter beim Debut Mitte Juli in Vittel, legte er einen Monat später an gleicher Stätte wie erwartet seine Maidenschaft ab. Beim ersten Deutschland Start verdiente er sich im Hannoverscten Junioren – Preis auch direkt sein erstes Blacktype und im Preis des Winterfavoriten lief er auf zu kurzer Distanz mit starker Schlußattacke noch auf den dritten Platz hinter Gostam und Lommy vor. Womit er endgültig zu einem veritablen Derbyaspiranten avancierte. Alternativ zur Union auf der Heimtbahn, könnte auch er vor dem “Blauen Band”  ins Düsseldorfer Listenrennen gehen, hätte aber auch erstmal am 1. Mai noch eine Startmöglichkeit im Bavarian Classic.

Für beide Pferde ist es der Aufbaustart in eine hoffentlich erfolgreiche Saison. Das Chiefland nach Aussage seines Betreuers besser gearbeitet hat als Dalyan, ist eine Momentaufnahme und kann im Rennen schon wieder ganz anders aussehen. Wie heißt es doch so schön: Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps. Am Sonntag weiß man nach dem ersten Rennen des Tages mehr.

Fotos: Marc Rühl – Chiefland  (re.) – Dalyan (li.)