Was ein Einstand für den Neuzugang Aster. Denn gleich bei der Premiere für die Besitzergemeinschaft Stall Route 66 / Bernd Reese und unter der Regie von Henk Grewe gewann die Stute die mit 30.000 Euro dotierten und den Pferdeladys vorbehaltenen Hoppegartener Fillies Mile. Dies nicht nur nach einer 175- tägiger Pause, sondern auch erstmals auf blacktype – Niveau und einer für sie ungewohnt kurzen Distanz.
Nicht zu vergessen nach einem auch noch miserablen Rennverlauf, der Siegreiter Thore Hammer Hansen nach eigenem Bekunden zu Beginn der Geraden einen gefühlten Puls von 180 bescherte. Denn aus Startbox Eins stets innen postiert, fand er sich im Einlauf hinter einer Wand von Pferden wieder, mochte man keinen Pfifferling mehr auf einen Sieg geben. Doch nach einer sich öffnenden Lücke und mehrmaligem Spurwechsel, packte die als 7,6:1-Chance ins Rennen gegangene Stute auf freier Bahn riesig an und flog auf dem letzten Stück förmlich doch noch an der schon wie die Siegerin aussehenden Bella Sinfonia vorbei. Womit zugleich auch ihre 288-tägige sieglose Zeit endete.
Die Outstrip – Tochter hatte bei Erika Mäder drei Rennen, darunter 2024 das Hamburger Auktionsrennen und im August des Vorjahres auch noch einen Ausgleich II in Düsseldorf über ebenfalls 2.200 Meter gewonnen, seit dem jedoch auf einen weiteren Treffer warten müssen.
“Wir haben die Stute im Vorjahr länger beobachtet, dabei festgestellt das sie wohl auf etwas zu weiten Wegen läuft und nach dem Kauf umgestellt auf Mitteldistanzen” so Trainer Henk Grewe der damit nicht nur ein gutes Auge bewies sondern auch mit seiner Kaufempfehlung genau richtig lag. Denn wie Aster trotz all der geschilderten Umstände tatsächlich noch gewann, machte mächtig Eindruck und vorallem Appetitt auf vermutlich noch mehr.
Für Trainer Henk Grewe und Jockey Thore Hammer war es zudem nicht nur der zweite “blacktype Treffer” des Tages sondern auch ein echtes Deja vue – Erlebnis, denn schon im Vorjahr hatte das Paar diese beiden Listenrennen und zusätzlich auch noch den Preis von Dahlwitz gewinnen können. “Wir haben wirklich eine sehr gute Quote hier in Hoppegarten, aber leider im dritten Listenrennen keinen Starter, weil die Besitzer nicht lauen wollten” so noch einmal der Trainer.

Fotos: Marc Rühl

