Nach einem Super – Samstag mit den Münchener Erfolgen von Nardos auf Listenebene und Baas im Ausgleich I, sowie dem bärenstarken zweiten Platz von Gipsy Princess im Mailänder Gruppe III Premio Dormello, gab es für das Quartier am darauf folgenden Sonntag jedoch das totale Kontrastprogramm. Denn nachdem bereits in Hannover alle drei Starter leer ausgingen, blieben etwas später in Mailand auch noch Asker und Straight in den ausgesuchten Gruppe – Examen ohne Einfluss auf die Entscheidung und kamen unter Thore Hammer – Hansen jeweils als Siebter über die Linie.
Den Anfang hatte Denis Cengiz’s Asker im zur Gruppe III zählenden und mit 154.000 Euro dotierten Prix Ribot über kurze 1.400 Meter gemacht. Der bereits dreifach und dabei auf heutigem Niveau im Dr. Busch Memorial erfolgreiche Aclaim – Sohn, hatte nach seinem fünften Platz in den 2.000 länger ausgesetzt. Anfang des Monsts meldete er sich nach 132- tägiger Pause und noch nicht bei 100 Prozent als Vierter im Hoppegartener Auktionsrennen jedoch versprechend zurück und soll einiges nahholen. Das gelang jetzt allerdings noch nicht, denn schon als Letzter aus der Box gekommen, kam er eigentlich nie richtig ins Rennen. Denn stets im Mitteltreffen postiert, ließ er sich schon Mitte Gerade anschieben und fand auch in der Schlußphase nicht mehr den höheren Gang.
Mit Bacarda als Fünfte und Askalon als Letzter, hatten auch die beiden weiteren deutschen Starter nichts mit der Entscheidung zu tun. Der Sieg ging schließlich an den von Marco Ghiani gerittenen Crown Board aus dem Quartier von Trainerin Jane Chapple – Hyam.
Nicht viel besser erging es leider auch Gestüt Karlshof’s sechsjährigem Hengst Straight im mit 506.000 dotierten und zur Gruppe II zählenden Premio del Jockey Club. Der Zarak – Sohn hatte sich Ende September bei seinem Comeback – Start nach 385-tägiger Pause auf allerhöchstem Gruppe I Niveau im Kölner Preis von Europa als Vierter hinter Goliath, Dubai Honour und Hochkönig gleich wieder bestens aus der Affaire gezogen. Zumal er ohne eine Störung in der Schlußphase vermutlich sogar Zweiter geworden wäre. Eine Form, die ihm hier nicht nur beste Chancen zur Revanche am erneut mitlaufenden Dubai Honour, sondern auch auf den Sieg einräumen mußte. Beides gelang jedoch nicht. Thore Hammer – Hansen sah sich unterwegs das Rennen aus letzter Position an und entschied sich im Einlauf für die innere Spur. Hier machte er sich zwar immer besser bemerkbar und schien auch kurz mehr erreichen zu können, kam auf den letzten 300 Metern dann aber doch nicht mehr weiter und blieb damit deutlich hinter der Kölner Form zurück.
Nach 2.400 Metern sorgten Stingray und Global Health für einen deutschen Einlauf, belegten der italienische Derbysieger Venetian Prince, Dubai Honour sowie die Ex – National – Hunt Legende Constitution Hill die weiteren Plätze, Wintertraum und Zuckerhut ganz am Ende über die Linie kamen.
Foto: Marc Rühl

