Der Schock über die Absage der letzten fünf Rennen am gestrigen Sonntag in Köln saß tief. Auch bei Trainer Henk Grewe, der sich zwar über die Erfolge von Nardos in einem Siegerrennen sowie von Santa Catarina im Karin Baronin von Ullmann – Schwarzgold-Rennen (Gruppe II) freuen konnte, jedoch vier weitere vorbereitete Pferde in den Boxen lassen musste.
Dass es anders als oftmals im richtigen Leben auch schnelle und unbürokratische Lösungen gibt, bewiesen nun der Dachverband Deutscher Galopp und der Kölner Rennverein als Veranstalter. So werden die durch den Abbruch ausgefallenen Rennen vier bis acht, inklusive des mit Spannung erwarteten Gruppe-II-Rennens „Sauren Dachfonds-Preis“ (ex Gerling-Preis), bereits am kommenden Freitag im Rahmen eines After-Work-Renntags in Köln nachgeholt.
Bevor es so weit ist, hat das Quartier am Dienstag erst noch einen Starter “über den Dächern von Paris” auf dem Hippodrome de St. Cloud, mit einem immer wieder faszinierenden Blick auf die Seine – Metropole. In einem mit sechszehn Pferden picke packe voll besetzten Handicap für Dreijährige über 2.400 Meter tritt Melting Moon an. Der Hengst könnte nicht nur Trainer Henk Grewe, sondern auch Besitzer Eckhard Sauren, sowie Jockey Thore Hammer-Hansen nach den Kölner Erfolgen einen echten Hattrick bescheren.
Der höher gehandelte und ursprünglich auch für’s Derby genannte Sea the Moon – Sohn, ein 60.000 Euro Arqana Kauf, hatte im Vorjahr gute häusliche Arbeitsleistungen auf der Bahn noch nicht bestätigen können und sich bei seinen beiden Starts in Strasbourg und Le Mans mit den Plätzen Fünf und Drei zufrieden geben müssen. Beim Saisondebut Ende März in Strasbourg konnte er dann wie erhofft endlich die Maidenschaft ablegen. Allerdings war im Elsaß zittern bis zur Linie angesagt, denn in einer mit 19.200 Euro dotierten Maidenprüfung mußten Kämpferqualitäten und letztlich auch ein Zielfoto herhalten, ehe der mit einem “kurzen Kopf” knappe Erfolg in trockenen Tüchern war.
Mit der zu erwarten Steigerung und seinem Valeur von 35 meldet er auch beim ersten Start im Handicap und gegen einige Vertreter großer Quartiere Chancen an.
Foto: Privat

