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ROM DIESMAL KEINE REISE WERT

22. 05. 2022

“Es gibt Tage, da wünschte ich, ich wär mein Hund” sang einst der Liedermacher Reinhard Mey. So oder so ähnlich, müssen sich wohl Henk Grewe und sein Team nach diesem Sonntag gefühlt haben, an dem einfach nichts gelingen wollte und alle fünf Starter bei der Preisgeldverteilung leer ausgingen.

Zuerst besaß auf der Kölner Heimatbahn Olpha in einer Maidenprüfung keine Chance, dann wurde ausgerechnet Zandjan in Hauptrennen, den deutschen 2000 Guineas, von einem englischen Gegner nach Rodeo-Manier aus dem Rennen gekegelt. Da schaute man natürlich hoffnungsvoll auf die drei restlichen Starter am Spätnachmittag in Rom. Aber auch da wurde die Stimmungslage nicht besser.

Für Open Skies erwies sich der Sprung aus der Maiden- in die Gruppeklasse als noch zu groß. Im Derby Italiano (Gruppe II – 640.200 Euro) konnte der von Alberto Sanna gerittene Schimmel bei seinem erst zweiten Karrierestart, noch nicht in die Entscheidung eingreifen und kam nach 2.200 Metern in einem fünfzehnköpfigen als letztlich Zwölfter über die Linie. Gleich beim Debut in Düsseldorf noch in feiner Manier erfolgreich, wagte man jetzt mit dem im Gestüt Karlshof gezogenen Counterattack – Sohn einen Start auf großer internationale Bühne. Unterwegs stets an zweiter Stelle auszumachen, konnte er auch im Einlauf ersteinmal diese Position verteidigen, als es in die heiße Phase um den Sieg ging, aber nicht mehr zulegen. Wir gratulieren natürlich trotzdem Darius Racing und Team ganz herzlich zum Derbysieg von Ardakan.

Im dreißig Minuten später anstehenden Premio Presidente della Repubblica (200.200 Euro – 1.800 Meter) war man gleich doppelt vertreten und stellte mit dem von Clement Lecoeuvre gerittenen Rubaiyat (2,37:1) und Only the Brave (3.75:1) mit Alberto Sanna im Vorfeld sogar die beiden Favoriten dieser mit sieben Pferden nicht nur überschaubar besetzten Gruppe II Prüfung. Mit dem gewohnt vom Start weg führenden Only the Brave, zuletzt noch Vierter im Carl Jaspers Preis und Rubaiyat, vor drei Wochen in Mailand noch starker Zweiter im Premio Ambrosio, deutete zu Beginn der Geraden dann jedenfalls auch noch alles auf den erhofften Stalleinlauf hin. Da Only the Brave auf nicht ganz passendem Boden vorne aber schon früh unter Druck geriet und Rubaiyat in Anbetracht der Distanz selbst wohl etwas zu früh zum Angriff schritt, blieben am Ende für beide leider nur die letzten Plätze übrig.  

Da heißt es einfach nur Mund abwischen, Krönchen richten und …..einfach weitermachen.

Foto: Privat