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NUR DER FAVORIT WAR ZU STARK

15. 05. 2022

Nachdem Palatina am Vortag ihr geplantes Saisondebut in Düsseldorf wegen unpassender Bodenverhältnisse nicht wahrnahm, blieben Sir Polski und Dolcetto am Sonntag in Hoppegarten die einzigen Starter von Henk Grewe an diesem Wochenende.

Beide kamen am “Irish Raceday” im zur Gruppe II zählenden 51. Comer Group International Oleander-Rennen (100.000 Euro – 3.200 Meter) an den Ablauf. Am besten konnte es von den beiden Dolcetto, der sich unter Alberto Sanna nach langer Gegenwehr und erstmals auf einem so weiten Weg, nur dem Totofavoriten Loft knapp mit einer halben Länge geschlagen geben mußte. Sir Polski konnte dagegen auf allerdings auch zu abgetrockneter Bahn nicht in die Entscheidung eingreifen, wurde unter Michael Cadeddu letztlich Achter.

Bereits mit seinen Ehrenplätzen in Ratibor-Rennen und der Union, hatte sich Dolcetto in die jeweilige Jahrgangsspitze katapultiert, bevor man ihm nach Platz Zehn im Derby eine lange Pause einräumte. Bei seinen beiden diesjährigen Starts nach 9-monatiger Abstinenz kam er im Grand Prix Aufgalopp (LR) und auch Carl Jaspers Preis auf (Gruppe II) noch nicht für einen Sieg in Frage. Das sah jetzt jedoch und erstmals auf einer so weiten Distanz aber ganz anders aus, zeigte Gestüt Winterhauch’s Gleneagles – Sohn, die von seinem Trainer im Vorfeld geäußerte “ganz starke Leistung”.

Schon unterwegs stets zweites Pferd, nahm er im Einlauf bald die Spitze und schien es lange auch schaffen zu können. Selbst als er in der Distanz passierte war, ließ er nichts unversucht und forderte dem Sieger bis zur Linie alles ab. Mit dieser Vorstellung hat er sich nun endgültig in dieser Gruppeklasse festgesetzt und ist zudem eine echte Bereicherung der hiesigen Stehergilde.

Rennstall Darboven’s Sir Polski, zuletzt an gleicher Stätte auf Listenebene im Altano – Rennen noch starker Dritter vor dem an heutigen Tag drittplacierten Diamantis, traf es diesmal zu trocken unter seinen Hufen an und konnte sich aus hinteren Reginonen nicht mehr besser in Szene setzen. Allerdings sollte seine Zeit auf anderem Geläuf noch kommen.

Foto: Marc Rühl