Neben den beiden Startern im Ausgleich II, kämpfen am Sonntag in Hannover noch zwei Stuten um mehr oder weniger große s “Black – Type”.
Im Youngster Fillies Cup, einem Listenrennen für zweijährige Stuten über 1.400 Meter, kommt Belle Jument erstmals in den Farben von Yvonne Millitzer an den Ablauf und wird bei ihrem bereits vierten Karrierestart von Alexander Pietsch geritten. Die Rubaiyat – Tochter, ein 9.000 Euro BBAG Kauf, war dank ihres Vaters früh zur Hand und nach kleineren Auszeiten inclusive einer Nabelbruch OP schnell wieder “auf Kurs”. Bei ihren bisherigen drei Starts, allesamt in Auktionsrennen und für Vorbesitzer Denis Cengiz, präsentierte sie sich stetig gesteigert. Beim Kölner Debut Fünfter, kam sie im mit102.000 Euro hoch dotierten Iffezheimer Pendant als krass unterschätzte 35,0:1 Außenseiterin auf Rang Vier ein und mußte zuletzt in Dortmund nur die Überlegenheit der hoch gehandelten Trainingskollegin Nouveaute anerkennen. Geht jetzt den nächsten Schritt auf der Karriereleiter und war schon vor Wayomi Diamond sowie Vallaria und damit zwei ihrer heutigen fünf Gegnerinnen.
Anspruchsvoller trifft es die im Besitz des Stall Route 66 und Bernd Reese stehende Innora als eine von dreizehn Starterinnen im Gruppe III SHADWELL STALLIONS Herbst-Stutenpreis über 2.200 Meter. Die Lord of England – Tochter ist eine der besten Stuten des Landes und blieb obwohl nicht immer alles rund lief, bei ihren bisherigen zwölf Starts – zehn davon auf anspruchvollem Pattern Niveau – nur dreimal ohne Geld. Im Vorjahr mehr als unglückliche Zweite im Hamburger Stuten Preis und vorallem mit rutschendem Sattel in der Diana, konnte sie dieses Jahr in der Hansestsdt nach einem Rennen von der Spitze aus nicht nur eine 411-tägige Durststrecke beenden, sondern mit ihrem Treffer im zur Listenklasse zählenden Sparkasse Holstein – Hamburger Stuten Cup endlich auch den hochverdienten ersten black – typ Treffer eingaloppieren. Im Großen Preis von Berlin auf Gruppe I – Niveau und gegen Hengste traf sie es dann zu schwer an, korrigierte diese Form jedoch direkt wieder als starke Dritte im Gruppe II T. von Zastrow Stutenpreis knapp hinter Santagarda und der aus Frankreich angereisten Light the Ghost.
Zuletzt verpasste sie jedoch in Mailand als 2,8:1 Co – Favoritin das erhoffte internationale Black-Type. Im Gruppe III Premio Federico Tesio, kam sie unter Michael Cadeddu nach 2.200 Metern als Vierte über die Linie. Hinter Stingray, Queimados, sowie Alburno. Auf passender Distanz bekam sie zwar das bevorzugte Rennen von der Spitze, war jedoch an der 400 – Metermarke gestellt und mußte zuletzt noch deutlicher abreißen lassen. Trifft es jetzt natürlich wieder leichter an und sollte sich mit der höchsten Marke ein weiteres, ihr insgesamt sechstes black-type sichern können. Und auch der Trainer ist durchaus optimistisch:
“Wir haben Innora nachgenannt, weil wir hoffen, dass sie doch noch den fehlenden Gruppesieg holen kann, bevor sie im Dezember auf die Auktion geht. Die Aufgabe sieht machbar aus und auch wenn der Boden nicht ganz ideal ist, sollte sie trotzdem eine erste Chance haben”
Fotos: Marc Rühl – Innora (o.) – Belle Jument (u.)

