385 Tage hatte Gestüt Karlshof’s sechsjähriger Hengst Straight keine Rennen mehr bestritten. Jetzt gab er am heutigen Sonntag auf der Kölner Heimatbahn sein Comeback und dies gleich auf allerhöchstem Gruppe I Niveau im Mehl-Mülhens-Stiftung – 64. Preis von Europa. Unter Luke Morris kam er nach 2.400 Meter hinter dem überlegen mit 1 1/4 Längen überlegen siegenden Goliath, dem englischen Gast Dubai Honor und Hochkönig als Vierter ins Ziel. Allerdings war er in der entscheidenden Phase alles andere als glücklich, was eindeutig eine bessere Platzierung kostete.
Ungeachtet der Pause war sein Trainer vor dem Rennen was eine Platzierung angeht, jedenfalls durchaus positiv gestimmt. “Er ist kein Arbeitspferd, hat aber trotzdem ordentlich gearbeitet und läuft aus der Pause heraus immer seine besten Rennen”. Und mit dieser Einschätzung sollte er Recht behalten. Luke Morris ließ seinen Partner im hinteren Teil des siebenköpfigen Feldes in aller Ruhe auf die Beine kommen.
Bei seinem Angriff Mitte Gerade saß er hinter der nachlassenden Noble Lips und Dubai Honor länger fest, fasste nach außen gemommen noch einmal stark an, konnte den innen auf freier Spur vorbeigezogenen Hochkönig aber nicht mehr erreichen. Bei den letztlich kurzen Abständen von 1/2 und 1 Länge zum Zweitplatzierten, wäre wohl sogar noch mehr möglich gewesen.
So sah es auch Henk Grewe im Interview nach dem Rennen: “Er ist extrem gut gelaufen und ohne den Stop wäre er wohl Zweiter geworden. Wir sind sehr happy mit ihm nach der langen Pause. Er ist wieder da und jetzt geht es Ende Oktober weiter in Mailand”
Foto: Marc Rühl

