Neben einem Starter in München, kommen auch noch zwei Pferde des Quartiers am Samstag auf der Bahn im Leipziger Scheibenholz zum Einsatz.
Der frisch von Andreas Hefenbein gekommene Kölsch tritt beim ersten Auftritt unter Regie von Henk Grewe in einem Prüfung (Siegerrennen) für dreijährige und ältere Pferde an. Der von seinem Besitzer Holger Renz selbst gezogene Millowitsch – Sohn, wartet jetzt sogar schon seit dem 28. September 2024 und damit 693 Tagen auf seinen zweiten Treffer. Bisher neunmal gelaufen, konnte er zweijährig beim zweiten Start zwar seine Maidendchaft ablegen, kam jedoch sowohl im Winterfavorit als auch im Ratibor Rennen als Vierter bzw. Sechster jeweils nicht über den vorletzer Platz hinaus. Im Vorjahr als Dreijähriger war er viermal in besseren Handicaps unterwegs und zeigte daber seine beste Leistung als Zweiter im Ausgleich II hinter Wikinger. Seinen ersten und zugleich einzigen Saisonstart, absolviert er während der Derbywoche, wobei er im zur Listenklasse zählenden Hamburger Flieger-Preis nach 1.200 Metern und einer über achtmonatigen Pause als Dreizehnter ohne Möglichkeiten. Er sollte schon vorige Woche in Saarbrücken laufen, doch fiel das Rennen leider mangels Masse dem Rotstift zum Opfer. Er hat sich jedenfalls bestens eingelebt, auch das ausgesuchte Rennen sieht rechnerisch sehr gut aus und so sollte eigentlich alles für einen guten Start passen.
Ebenfalls aus einen längeren Pause kommt Rennstall Darboven’s Koffi Amorcita, die in einer Prüfung für dreijährige Sieglose über 1.300 Meter auf sieben Gegner trifft. Als Alson – Tochter aus einer Listensiegerin und Halbschwester der neunfach und dabei dreimal auf black-type Niveau erfolgreichen Koffi Kick, genoß sie im Quartier natürlich einige Hochachtung. Obwohl sie wie Vertreter ihrer Familie bekanntlich Anlaufzeit benötigte, rückte sie trotzdem bei ihrem Debut Mitte November in Krefeld direkt als 2,4:1 Totofavoritin in die Box ein. Und es sah auch länger gut aus für einen Treffer. Letztlich mußte sie sich nach 1.300 Metern und als im Endkampf noch grün agierendes Pferd trotzdem insgesamt unglücklich nur der bereits erprobten Mitfavoritin Tacita mit einer Länge geschlagen geben. Sollte in diesem Jahr eigentlich Richtung 1.000 Guineas gehen, doch brauchte sie leider sehr lange um in Schwung zu kommen und verlor ewig nicht ihre Haare. Sie hat jetzt nach Aussage ihres Trainers zwar ordentlich, aber eben auch nicht viel gearbeitet. Auch wenn somit vielleicht noch ein, zwei Galopps fehlen, möchte man jetzt gerne mit ihr anfangen und endlich in die Saison starten.
Fotos: Marc Rühl – Kölsch (o.) – Koffi Amorcita (u.)

