Im mit 52.000 Euro dotierten Kölner BBAG Auktionsrennen für zweijährige Pferde, war der Trainer am heutigen Samstag gleich mit zwei seiner zahlreichen Youngster vertreten, die nach 1.300 Metern die Plätze Eins und Fünf belegten. Der Sieg ging erwartungsgemäß an den hochend heißen 1,4:1 Totofavoriten Dimitri, der sich in den Farben von Eckhard Sauren und mit Thore Hammer – Hansen im Sattel mit einem Kopf gegen den Suborics -Schützling Indigo Sun durchsetzte. Wobei der Sieg leichter ausfiel, als es der Richterspruch mit “Kampf” vielleicht vermuten läßt. Der Hengst bleibt damit nicht nur auch nach seinem jetzt zweiten Karrierstart weiter ungeschlagen, sondern trat auch in die Fußstapfen seines Vaters Millowitsch, der dieses Rennen 2015 gewinnen konnte. Die im Besitz von Denis Cengiz stehende und von Leon Wolff gerittene Trainingsgefährtin Belle Jument, kam als Debutantin und nach einem Rennen von der Spitze aus, als letztlich Fünfte über die Linie.
Dimitri, ein 20.000 Euro BBAG Kauf aus einer für Frühreife stehenden Blacktype – Familie des Gestüt Röttgen, war selbst schnell zur Hand. Gleich beim Debut hatte er sich in München locker seiner Maidenschaft entledigt und setzte jetzt nur zwei Wochen später und mit Höchstgewicht, sofort noch eine Schippe drauf. Als er 450 Meter vor der Linie quasi im Handgalopp an seiner vom Start weg führenden Trainingsgefährtin Belle Jument vorbei an die Spitze zog, schien er problemlos einem erneut ganz souveränen Sieg entgegen zu galoppieren. Doch erschien plötzlich wie aus dem Nichts Indigo Sun auf der Bildfläche und kam Meter um Meter an Dimitri heran. Doch hatte Thore Hammer – Hansen aufgepasst, auf den letzten Metern alles im Griff und brachte einen “Kopf” Vorsprung über die Linie. Sein Hauptziel bleibt unveändert das Ferdinand Leisten Memorial in Baden.
“Als er locker vorbei war, tat er sich zwar etwas schwer, aber er ist einfach ein tolles Pferd und hat sich nach Hause gekämpft. Ich kenne ihn ja aus der Arbeit. Er ist immer noch nicht ganz ausgewachen und ich habe ihn nicht direkt vom Feld geschickt, sondern einige Körner gespart. Ingesamt hatten wir aber schon gedacht, es würde doch etwas leichter gehen” so der Siegreiter
“Wir haben schon gedacht, es würde etwas leichter gehen. Als er Vorne war, tat er sich dann doch etwas schwer, aber letztlich hat er gewonnen und das ist das wichtigtste” so der Trainer.
BelleJument, eine bei der BBAG 9.000 Euro Rubaiyat – Tochter, war früh zur Hand und hatte sich nach kleineren Auszeiten jetzt für den Start angeboten. Leon Wolff beorderte die Stute gleich in flotter Fahrt an die Spitze. An der 400 Metermarke von Dimitri passiert, hielt sie den Ehrenplatz zwar noch länger fest, war aber in der Distanz endgültig geschlagen und wurde zuletzt auch noch für den vierten Platz überlaufen. Insgesamt lief sie damit wie ein Pferd, das dieses Rennen noch benötigte. Nennungen besitzt sie im weiteren Saisonverlauf jedenfalls noch für die Auktionsrennen in Baden, Dortmund und die Winterkönigin wiederum in Baden.

Fotos: Marc Rühl / offizielles Zielfoto wettstar.de

