Es sollte eigentlich ein glanzvoller „Premium-Renntag“ im Weidenpescher Park zu Köln werden. Mit zwei hochkarätigen Grupperennen, der mit Spannung erwarteten Rückkehr des Derbysiegers Hochkönig, der Einführung der neuen Quintett-Wette, sowie starken Starterfeldern bei hohen Preigeldern .
Alles war somit angerichtet für einen großartigen Sonntag. Doch das Wetter machten Veranstalter und Deutscher Rennsport einen Strich durch die Rechnung. Denn nach dem ersten Grupperennen – dem dritten Rennen des Tages – fiel die Entscheidung, die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen abzubrechen. Dauerregen hatte den Boden aufgeweicht und zwischen der Grasnarbe und dem Untergrund eine rutschige Schicht gebildet, die in den Kurven ein zu hohes Risiko für Pferd und Reiter darstellte.
Dr. Philipp Biermann, Chef der Rennleitung, begründete den Schritt wie folgt: „Nach mehreren Ausrutschern im Schlussbogen haben wir uns die Situation vor Ort genau angesehen. Gemeinsam mit der Kommission sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass eine sichere Fortsetzung unter diesen Umständen nicht mehr verantwortbar ist. Deshalb mussten wir diese schwere Entscheidung treffen.“
Lokalmatador Henk Grewe nahm es mit einen lachenden aber auch weinenden Auge zur Kenntnis. Denn vor dem Abbruch hatte er mit Nardos ein Siegerrennen, sowie mit Santa Catarina das Karin Baronin von Ullmann – Schwarzgold-Rennen und damit das erste Grupperennen des Tages gewonnen. Der Abbruch bedeutete für den amtieren Champion Trainer allerdings auch, seine restlichen vier schon mit den Hufen scharrenden Starter mußten in ihren Boxen verbleiben. Neben den beiden Handicappern Tulpar und Quick and Wild, waren von vorallem jedoch Enzian sowie Padre Palou als vorgesehene Starter im mit 70.000 Euro dotierten und über 2.400 Meter führenden Sauren Dachfonds Preis (ex Gerling-Preis) auf Gruppe II Niveau.
Ob, wann und wo dann die ausgefallenen Rennen eventuell nachgeholt werden, bleibt abzuwarten.
Foto: Marc Rühl

