Der 1. Mai ist im hiesigen Galopprennsport mit gleich mehreren Veranstaltungen traditionell ein Großkampftag. So ist das Quartier am Freitag neben München auch noch mit einem Quartett in Hannover aktiv, von denen wir hier die beiden Listenstarter vorstellen.
Im 1.300 Meter Sprint Preis und damit auf Listenparkett ist Cometica AG’s jetzt fünfjähriger Hengst Wikinger mit Leon Wolff im Einsatz.Der zweijährig gleich beim Debut im Ferdinand Leisten Memorial erfolgreiche Ten Sovereigns – Sohn, wechselte im Sommer nach Köln und fand bei Henk Grewe zu konstanter Form und nach langer Durststrecke mit zwei Siegen im Ausgleich I auch in die Erfolgsspur zurück. Über Winter im Gestüt, soll er sich nun in der Listenklasse etablieren und kündigte sich auch gleich beim Saisondebut als Vierter auf diesem Niveau in Köln an.Da er nach Aussage seines Trainers diesen Start noch gebraucht hat und sich stark verbessert präsentieren wird, geht man die jetzige Aufgabe jedenfalls “mit viel Optimismus an”.
Bliebe Innora, die sich nach 235-tägiger Pause im ebenfalls zur Listenklasse zählenden Hannoverscher Stutenpreis über 2.000 Meter unter Martin Seidl zurück meldet. Die im Besitz von Stall Route 66 und Bernd Reese stehende Lord of England – Tochter, war im Vorjahr zwar nur viermal am Start, hatte trotzdem bärernstarke Auftritte, aber leider in den entscheidenden Momenten auch viel Pech. Zum Auftakt galoppierte sie in Hoppegarten ihre Gregnerinnen mit 13 Längen Vorsprung in Grund und Boden, wurde anschließend im Hamburger Stuten Preis (Gruppe III) auf der Linie von Nyra abgefangen und in der Diana rutschte in Führung liegend auf denn allerletzten Metern der Sattel, hätte ansonsten wohl gewonnen. Auf gutem Boden sowie Distanzen um 2.000 Meter, soll und wird sie nach Einschätzung ihres Betreuers einiges nachholen und ist ein Gruppetreffer auf allerhöchstem Niveau das große Saisonziel.
Jetzt geht es zwar erst einmal auf “kleinerem” Parkett los, aber trotzdem auch gegen keine geringere als Santagada. Zweimal kreutze sie mit der Park Wiedingerin die Klingen, kam dabei einmal in der Diana vor und in Baden einmal hinter ihr ein. Mit ihrem GAG von 94 ist sie zwar ein Kilo geringer eingeschätzt, trägt diesmal jedoch zwei Kilo weniger als die Kontrahentin und ist damit sogar Rechnungfavoritin. Auf passendem Boden und Weg ist daher schon beim Saisondebut alles möglich.
Fotos: Marc Rühl – Innora (li.) – Wikinger (re.)

