Zum Renntg am Maifeiertag in München schickt der Trainer zwei seiner zahlreichen Dreijährigen.
In einer entsprechenden Maidenprüfung über die Meile, gibt davon Bringo Stables Latifa ihr verspätetes Lebensdebut und lässt dafür ein mögliches Engagement am Sonntag auf der Kölner Heimatbahn aus. Die bei der BBAG für 30.000 Euro erworbene Isfahan – Tochter, hatte zweijährig immer wieder Probleme, war leicht verletzt, möchte man jetzt aber gerne noch in die Diana bringen. Die Familie der vom Gestüt Karlshof gezogenen und über Stehvermögen verfügenden Stute, ist jedenfalls im Quartier keine unbekannte und begleitet den Trainer seit Karrierebeginn. So betreute er nicht nur Latifa’s Mutter Loyalität, die (Halb-) Brüder Like Magic sowie Lashgarak, gerade in neuem Besitz und bei von der Recke erfolgreich. Vorallem aber ihre Tante Let’s Dance. Eine dreifach inklusive Austrian Derby erfolgreiche und 2015 auch noch in der Diana viertplacierte Pferdelady. Man rechnet jetzt mit einem guten Laufen und hofft, das der sprichwörtliche Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Thore Hammer – Hansen wird reiten.
Alle Augen des Quartier sind an diesem Nachmittag jedoch auf Lommi alseiner von sieben Startern im WETTSTAR.de – Bavarian Classic und seinen Jockey Thore Hammer – Hansen gerichtet. Schließlich besitzt Eckhard Sauren’s nach einem verstorbenen Kölner Kultwirt und Original benannte Hengst, noch Nennungen für das IDEE 157. Deutsches Derby am 5. July über 2.400 Meter in Hamburg und auch noch für den schon Ende Mai anstehenden Qatar Prix du Jockey Clup und damit das sogar mit 1.5 Millionen dotierte “Blaue Band” des Nachbarlandes über allerdings nur 2.100 Meter. Für Lommi ist es jetzt auch ein erneutes Kräftemessen mit Deutschlands bestem Zweijährigen des Vorjahres und nach drei Starts noch ungeschlagenen Hengst Gostam, dem er im Kölner “Winterfavoriten” noch deutlich den Vortritt lassen mußte.
Trotzdem hat auch der 2024 bei Arqana für 78.000 Euro in jetzigen Besitz gelangte Churchill – Sohn aus der Familie der 2020 in den German 1.000 Guineas erfolgreichen Lancade, im Vorjahr bei sogar bereits vier Starts noch nichts falsch gemacht. Gleich beim Debut Mitte August in Deauville bärenstarker Dritter hinter zwei Engländern in der mit 160.000 Euro dotierten Arqana Series des Poulains über die gerade Bahn in Deauville, verkaufte er sich auch in Lyon als knapp geschlagener Zweiter hinter dem höher gehandelten Aga Khan Galopper Mirik teuer. Mit dem bereits angesprochenen Ehrenplatz hinter Gostan konnte er auch hierzulande eine erste deutliche Duftmarke setzen und katapultierte sich mit dem übrlegenen Sieg zu Saidonschluß im Ratibor – Rennen endültig in die “bel etage” des Jahrgangs.
Er hat über Winter nach Traineraussage noch einmal einen Satz gemacht. Den bevozugten weichen Boden dürfte er wohl nicht antreffen, tritt dafür aber auf seiner Idealdistanz an.
Foto: Marc Rühl

