Asker gewinnt am heutigen Sonntag im Krefelder Stadtwald das mit 55.000 Euro dotierte und zur Gruppe III zählende Dr. Busch-Memorial. Der dreijährige Hengst setzt sich nach 1.700 Metern und langem Kampf, knapp mit einem Kopf gegen den von Waldemar Hickst vorbereiteten Ittlinger Loucas durch und sorgte damit für freudige Gesichter. Bei Trainer Henk Grewe und Siegreiter Leon Wolff, die sich damit nach Hamaron im Vorjahr jetzt erneut in den Siegannalen verewigen konnten. Bei Besitzer Deniz Cengiz über seinen ersten Gruppetreffer und bei dessen Vater Mahmet, der an diesem Tag Geburtstag hatte. Gut lachen hatten aber auch die Wetter des Siegers, denn für den wegen seiner deutlichen Niederlage beim Saidondebut ziemlich unterschätzten Sieger, gab es am Toto mit 12,1:1 eine äußerst lukrative Quote.
Die beiden favorisierten Commander’ s Intend aus Enland und der Schlenderhaner Sonic Boom, mußten sich deutlicher zurück mit den Plätzen Drei und Vier zufrieden geben. Henk Grewe’s zweiter Starter Stall Riesling Racing’s Charleston,besaß dagegen keine Möglichkeiten, kam nie vom Ende des Feldes weg und traf es damiz beim erst dritten Start doch noch zu schwer an.
Asker und Charleston waren schon beim Saisondebut vor einem Monat in Mülheim gemeinsam am Start, konnten jedoch als Dritter und Vierter hinter einem überlegen siegenden allerdings auch 4,5 Kilo weniger tragenden Sonic Boom, noch keine Akzente setzten. Das sah jetzt unter gleichen Gewichts – Verhältnissen zumindest für Asker ganz anders aus. Der lieferte sich zusammen mit dem Piloten Loucas im gesamten Verlauf der Geraden einen hin und her wogenden Kampf der sich im letzten Galoppsprung entschied und erst nach Auswertung des Zielfotos endgültig feststand. Wobei sich auch Leon Wolff nach eigenem Bekunden “nicht sicher war gewonnen zu haben”
„Nach dem Mülheimer Laufen war ich schon etwas enttäuscht, aber der Trainer hat mir gesagt, dass er erst bei 60 Prozent sei und heute hier das Rennen gewinnt” war natürlich auf Besitzerseite Freude und Erleichterung groß.
“Ich hatte gedacht, dass die Distanz heute vielleicht einen Tick zu weit für ihn sein könnte, aber er hat das toll gemeistert und vorallem auch gekämpft“, so Henk Grewe über Asker, den er bei der BBAG ausgesucht hatte und der jetzt in die German 2.000 Guineas gehen soll.
Mit diesem bereits vierten Erfolg beim fünftem Start, hat der Aclaim – Sohn seine Gewinnsumme auf 46.000 Euro erhöht, womit sich der Kaufpreis von gerade einmal 15.000 Euro schon jetzt mehr als deutlich amortisiert hat.

Fotos: Marc Rühl und offizielles Zielfoto

