Auch am Sonntag kommen noch zwei weitere Pferde des Quartiers in Mailand an den Ablauf, wobei jeweils Thore Hammer – Hansen reiten wird.
Im zur Gruppe III zählenden und mit 154.000 Euro dotierten Prix Ribot über kurze 1.400 Meter, trifft Asker für Denis Cengiz auf neun Gegner. Obwohl nicht alles rund lief, hat der Aclaim – ein “nur” 15.000 Euro BBAG Kauf – bisher noch nichts falsch gemacht. Trotz eines verkorksten Debuts, er kam lahm aus dem Rennen, avancierte er noch im Vorjahr zu einem imponierenden Doppelsieger. Stieg in diesem Jahr mit dem spektakulären Sieg im Dr. Busch Memorial sogar zum Gruppe III Sieger auf und verkaufte sich auch als Fünfer auf zu weiter Distanz in den 2.000 Guineas hinter drei Engländern und Loucas stark. Anfang Oktober lief er nach 132- tägiger Pause und noch nicht bei 100 Prozent als Vierter im Hoppegartener Auktionsrennen wie ein Pferd das dieses Rennen noch benötigte. Er trifft jetzt mit Hamad al Jehani’s Holguin und Baccarda aus dem Wöhler Quartier, die beiden Erstplatzierten aus der diesjährigen Casino Baden-Baden Goldene Peitsche, sowie Peter Schiergen’s Seriensieger Askalon. Wenn er allerdings seine Leistung und Marke aus den 2.000 Guineas bestätigt, sollte er auf diesmal passender Distanz vorne mitmischen können, zumal er in Köln erst spät für den Ehrenplatz abgefangen wurde.
Den ebenfalls international besetzten Premio del Jockey Club, ein 506.000 Euro schweres Gruppe II Examen über Derbydistanz steuert Gestüt Karlshof’s Straight an. Der sechsjährige Zarak – Sohn zählte in den letzten drei Jahre unbestritten zu den hierzulande besten Pferden auf Steherdistanzen. Unter der Regie von drei Trainern gewann er drei Rennen, darunter die Kölner Union galoppierte dabei bisher 345.692 Euro an Preisgeldern ein und brachte es dabei 2024 auf einen Spitzen – GAG von 99,5 Kilo und steht aktuell bei 96,5 Kilo. Beim Comeback – Start Ende September auf der Kölner Heimatbahn, zog er sich nach 385 Tage und gleich auf allerhöchstem Gruppe I Niveau im Preis von Europa bestens aus der Affaire. Unter Luke Morris kam er nach 2.400 Meter hinter dem überlegen mit 1 1/4 Längen siegenden Goliath, dem englischen Gast Dubai Honor und Hochkönig als Vierter ins Ziel. Allerdings war er in der entscheidenden Phase alles andere als glücklich und saß länger fest, was bei den weiteren kurzen Abständen von 1/2 und 1 Länge vermutlich den zweiten Platz gekostet haben dürfte. Trifft jetzt den vor ihm eingekommenen Dubai Honor wieder, soll diesmal den Spieß umdrehen und wenn möglich auch nach 740 erfolglosen Tagen endlich wieder in die Erfolgsspur zurück finden.
Zu seinen weiteren Gegnern zählen nicht nur die ebenfalls aus Deutschland anreisenden Stingray, Wintertraum, Zuckerhut und Global Health, sondern auch die auf Flachrennen umgestellte und für den Melbourne Cup “probende” ehemalige National Hunt Legende Constitution Hill.
Fotos: Marc Rühl

