Zum Abschluß des Badener Sales & Racing Festivals kommt am Sonntag noch ein starkes Trio an den Ablauf.
In einem Ausgleich I über 2.000 Meter, gibt Eckhard Sauren’s Hengst Lommi unter Thore Hammer – Hansen nach 134-tägiger Pause sein Comebacck und trifft dabei auf sechs Gegner. Der Churchill – Sohn, ein 78.000 Euro Arqana Kauf aus der Familie der 2020 in den German 1.000 Guineas erfolgreichen Lancade, hat bei sechs Starts noch nichts falsch gemacht und war stets im Geld. Beim Debut bärenstarker Dritter in den hoch dotierten Arqana Series des Poulains, setzte er mit dem Ehrenplatz hinter Gostan im Winterfavoriten eine erste Duftmarke, katapultierte sich spätestens mit dem übelegenen Sieg im Ratibor – Rennen endültig in der “bel etage” des Jahrgangs und war nach seinem erneuten zweiten Platz zu Saisonbeginn hinter Gostam im Bavarian Classic endgültig auf Derbykurs. Leider kam er aus dem Badener Derby – Trial mit einer Verletzung zurück und hat seitdem ausgesetzt. Jetzt meldet sich der nach einem verstorbenen Kölner Kultwird benannte Hengst im Handicap zurück und soll nach diesem Aufbaustart am 8. November in den Premio Roma auf Gruppe III Niveau gehen. Er wird den jetzigen Start noch brauchen, aber gut laufen. Ob es mit dem hohen Gewicht für ganz vorne reicht, wird man sehen.
In der B.A.U. Herbst Trophy, einem Gruppe III Rennen über Derbydistanz, soll Rennstall Gestüt Hachtsee’s Akido unter Leon Wolff seine “weiße Weste” verteidigen. In einem mit fünf Pferden zwar nicht kopf- dafür jedoch leistungsstark besetzten Feld. Drei Starts – drei Siege, so lautet die bisher makellose Bilan des von Besitzerseite selbst gezogenen Tai Chi – Sohnes. blieb zweijährig zwar ungeprüft, sollte jedoch schon im Vorjahr in die “black type – Klasse” hineinwachsen. Dieses hehre Ziel ließ sich jedoch nicht verwirklichen. Denn nach zwei imponierenden Erfolgen in Strasbourg und Lyon – Parelly zog er sich leider eine Verletzung zu. Die verhinderte nicht nur einen geplanten Start im Gruppe III Prix Lys, sondern setzte ihn auch länger auf Feierschicht.Das er alle Zeit zum Neustart bekam sollte sich auszahlen, denn beim come – back Mitte September, fand er nach über 500- tägiger Pause in einer Class 2 Prüfung auf dem Plateau von St. Cloud gleich wieder in lockerer Manier auf die Erfolgsspur zurück. Holt jetzt also mit Verspätung seinen ersten Gruppestart nach. Der Hengst muß damit zwar einen Sprung bewältigen und einige Kilos finden, sollte jedoch noch über Reserven verfügen und vielleicht sogar dem Favoriten auf den Zahn fühlen.
Mit Eckhard Sauren’s Western steht ja seit einer Woche der Winterfavorit im Stall von Henk Grewe. Jetzt könnte ihm Dalmera als Winterkönigin folgen. Denn die im Besitz des Stall Stars & Friends stehende Stute, ist eine von dreizehn Starterinnen im Gruppe III Carla Kellner Zukunftsrennen – Preis der Winterkönigin über die Meile und wird als 5:1 Mitfavoritin gehandelt. Und auch bei ihr heißt der Reiter Thore Hammer – Hansen. Für die vom Gestüt Park Wiedingen gezogene Soldier Hollow – Tochter aus der Famile von Dalakana, waren bei der BBAG immerhin 170.000 Euro fällig. Wie erwartet verfügt die tolle Stute über veritables Können und lief auch bei ihren beiden bisherigen Starts jeweils in die Platzierrung. Allerdings konnte sie dabei die guten Arbeitsleistungen noch nicht auf die Bahn bringen und ihren Betreuer komplett überzeugen. So zog sie hier beim Debut im Winterkönigin Trial gegen die Siegerin Elvalentina nicht entscheident durch und verlor im Kölner Pendant hinter dem aus England angereisten Favoriten Martinet noch spät den Ehrenplatz an die Trainings – Kollegin Gipsy Princess. Man ist sich sicher, auf dem weichen Boden diesmal eine ganz andere Dalmera zu erleben, eine Dalmera auf die man schon immer Mumm hatte.
Foto: Marc Rühl

