Western heißt seit dem heutigen Sonntag nicht nur der neue Winterfavorit, sondern zugleich auch der Favorit für das am 3. Juli des kommenden Jahres in Hamburg anstehende Idee 158. Deutsche Derby. Denn wie Eckhard Sauren’s zweijähriger Hengst ungeachtet eines Trainingstops, die vier verbliebenen Gegner in diesem Gruppe III Examen letztlich zu Statisten degradierte und damit auch nach den zweiten Start weiterhin seine “weiße Weste” behält, machte mächtig Eindruck. Unter Thore Hammer – Hansen verwies er nach 1.600 Metern die beiden Außenseiter Taylor Made und Gokturk überlegen mit 6 sowie 3 /4 Längen auf die Plätze und wurde damit auch seiner exponierten Rolle als 2,0:1 Favorit vollauf gerecht. Für Trainer Henk Grewe war es übrigens nach Rubaiyat 2019 und Sea Bay 2021 der bereits dritte Treffer in diesem Rennen.
Der Saxon Warrior – Sohn, ein 100.000 Euro BBAG Kauf aus Röttgener Zucht und der Erfolgsfamilie um Wagnis sowie Weltmacht, war von Beginn an hoch gehandelt und hatte heutiges Rennen als erstes ganz großes Ziel fest im Visier. Nach seinem Münchner Debut, daß er im Spaziergang gewann, mußte er zwar das Badener Zukunfts – Rennen wegen einer leichten Verschleimung auslassen, präsentierte sich jetzt jedoch schon wieder in prächtiger Verfassung.
Das Rennen selber war für Western dann wie ein dreistufiger Raketenflug. Zuerst nahm er das von Tailor Made an der Spitze vorgelegte rasante Tempo an. Im Einlauf schaltete er einen Gang höher und schob sich an dem Piloten vorbei um dann quasi mit der dritten Stufe den Turbo zu zünden und sich auf Längn zu verabschieden.
Entsprechend begeistert äußerten sich dann auch Trainer und Jokey nach dem Rennen. „Es gibt wenige Pferde die mir besonders ans Herz gewachsen sind. Neben Flatten the Curve und Assistent gehört auch Western dazu. Er ist einfach ein tolles Pferd und es macht jeden Morgen immer wieder Freude ihn zu reiten” zeigte sich nicht nur Siegjockey Thore Hammer-Hansen begeisert. Auch Trainer Henk Grewe zeigte sich nach dem Rennen sehr angetan: „Er ist auf der Rennbahn einfach ein ganz anderes Pferd als zuhause und scheint wirklich zu wissen, wenn es für ihn ernst wird. Für dieses Jahr sind wir fertig und das Derby im nächsten Jahr das Ziel. Wie wir dahin gehen, werden wir noch besprechen“.

Fotos: Marc Rühl

