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MOMENT DER WAHRHEIT FÜR SANTA C.

31. 07. 2026

Alle Augen sind am  Sonntag in Düsseldorf natürlich auf Eckhard Sauren’s von Thore Hammer – Hansen gerittene Stute Santa Catarina als eine von sechszehn Starterinnen in den zur Gruppe I zählenden und mit 500.000 Euro dotierten 168. Henkel – Preis der Diana – German Oaks gerichtet.

Die bei der BBAG 155.000 Euto teure Zarak – Tochter aus der Erfolgsfamilie um Sereth und Salutino, war von Beginn an in der stalleigenen Stuten Hierarchie weit oben angesiedelt und als Diana Pferd im Gespräch, bescherte ihrem Umfeld aber auch eine Achterbahn der Gefühle. Nach einem überzeugenden Debütsieg gegen die spätere Listensiegerin Sorianga geriet sie in den Fokus der Buchmacher und avancierte schnell sogar zu einer der Mitfavoritinnen für die Diana.

Ihr Start in die neue Saison fiel mit einer knappen Niederlage auf der Heimatbahn jedoch etwas holprig aus. Noch nicht bei hundert Prozent, fand sie im Einlauf als 1,2:1- Favoritin überraschend nicht den höheren Gang und wurde zu allem Überfluß auch noch auf der Linie mit Kopf abgefangen. Nur vier Wochen später meldete sie sich jedoch im stark besetzten Kölner Schwarzgold-Rennen auf Gruppe III Niveau in beeindruckender Manier zurück. Start-Ziel und mit immer neuen  Reserven ließ sie Wintersonne, Alpeneilchen sowie drei aus Frankreich angereisten Stuten keine Chance.

Nur drei Wochen später im Hoppegartener Diana -Trial, kam sie als heiße 2,1 Totofavoritin nach erstmals für sie so weiten 2.000 Metern jedoch nicht über Platz Sechs hinaus. Geschlagen um rund acht Längen von der Sensations – Siegerin Gua Lupa. Allerdings dürfte die am Ende komplett von Außenseitern dominierte Gruppe II Prüfung nicht nur ihr Umfeld ratlos zurück gelassen haben. Denn mit Soreanga, Antigua und Ginger Cat blieben auch die weiteren Mitfavoritinnen als Vierte, Fünfte und Siebte überraschend ohne Einfluß auf die Entscheidung. Das Rennen war ein Härtetest in Puncto Stehvermögen  für die noch einmal 200 Meter weitere im Stutenderby verlangte Distanz. Und es ließ sich von Beginn auch wirklich gut an, denn Sybille Vogt,  die den gesperrten Thore Hammer – Hansen vertrat, konnte von der Spitze aus Tempo und Gegner kontrollieren. Im Einlauf konnte die  Stute diesmal jedoch nicht zulegen  und kam schon früh nicht mehr für den Sieg in Frage. Womit sie eine mit der zuvor in Köln gezeigten Form nicht in Einklang zu bringende Leistung ablieferte.

Ob es an der etwas kurzen Pause, oder am extremen Klima  der Hauptstadt, oder einfach doch nur am mangelnden Stehvermögen lag, ist reine Spekulation. Wir halten uns da lieber an die Fakten und die sind: Die Stute hat jetzt zwar seitdem pausiert, es gibt immer noch leichte Zweifel an ihrem Stehvermögen und aktuell wird sie auch nur noch als 30:1 Außenseiterin gehandelt. Aber, sie verfügt über veritables Können! kommt mit erst vier Starts als geschontes Pferd an den Ablauf und kann mit ihrer Klasse alle schlagen.

Und auch ihrTrainer ist für dem “Moment der Wahrheir” durchaus positiv gestimmt: “Santa Catarina hat die Pause nach Berlin gut genutzt, sie hat auch sehr ordentlich gearbeitet und wir haben einen guten Startplatz bekommen. Sie sollte in jedem Fall unter den ersten Fünf sein”. Während Besitzer Eckhard Sauren und sein Jockey Thore Hammer Hansen – im Vorjahr Dritter mit Nyma –  noch auf den ersten Triumph im Stuten – Derby warten,  wäre es für den Trainer nach Muskoka im Jahre 2023 bereits der zweite Sieg in der Diana.

Foto: Marc Rühl