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GRAND NATIONAL – WER SIEGT?

10. 04. 2026

„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ – was Hamlet einst philosophisch für die Bühne klärte, beschäftigt die Turf-Welt vor dem Grand National auf ganz eigene Weise: Bauchgefühl oder nackte Fakten? Wenn der Wind am morgigen Samstag mal wieder über die Melling Road pfeift und die Wolken über Aintree tief hängen, stehen Wetter wie “every Year” vor dem ewigen Dilemma. Doch während das Herz vielleicht nach der Glückszahl oder einem klangvollen Namen ruft, flüstert die Wissenschaft der Statistik dieses Jahr nur einen Namen: **Grangeclare West**. Er ist das Pferd, das die „Goldenen Regeln“ nicht nur erfüllt, sondern sie geradezu verkörpert.

Der neunjährige Wallach bringt als Presenting – Sohn eine Abstammung mit, die wie für die 6,9 Kilometer von Aintree gemacht ist. Als Vertreter des Quartiers von “Magier” Willie Mullins hat er bereits in jungen Jahren Grade-1-Format bewiesen. Besonders schwer wiegt seine Leistung aus dem Vorjahr: Er wurde glänzender Dritter und zeigte dabei, dass er die speziellen Hindernisse in Aintree „fressen“ kann. Seine Generalprobe in der Bobbyjo Chase – historisch gesehen das Sprungbrett für künftige National-Sieger – gewann er so souverän, dass selbst die größten Skeptiker ihre Statistikbücher zücken mussten. Geritten wird er von Trainer – Sohn Patrick W.Mullins, einem irischer Amateur-National-Hunt-Jockey und Assistenztrainer am großen Stall seines Vaters.

Die Chancen auf den Sieg stehen glänzend, denn mit einer Last von 11st 10lb trägt er exakt jenes „Qualitätsgewicht“, das moderne Sieger in Aintree heute benötigen. Er ist alt genug, um die nötige Härte zu besitzen, aber jung genug, um den Speed der neuen Generation mitzugehen. Wer nach Logik sucht, findet sie in seinen konstanten Leistungen und seinem exzellenten Spring-Index. Sollte er diesmal ohne den kleinen Fehler am letzten Hindernis durchkommen, der ihn 2025 vielleicht den Sieg kostete, dann wird aus dem „Sein oder Nichtsein“ am Ende ganz klar ein „Sieg“.

Mein persönliches Bauchgefühl sagt übrigens Iroko und geht es nach meiner Glückzahl 22, dann gewinnt Jagwar. Morgen so gegen 17:15 Uhr sind wird alle schlauer ob Glückzahl, Bauch oder Wissenschaft Recht hatten, oder ob es doch mal wieder ganz anders gekommen ist. Ich wünsche jedenfalls allen Wettern ein glückliches Händchen. Und wer sich nicht entscheiden kann, der sollte vielleicht einfach “Sandy” Franke fragen. Der hat ja am vergangenen Sonntag in Düsseldorf gezeigt wie “richtiges” Wetten geht.

Foto: Aintree Racecourse