“Pferderennen sind wie ein Königsberger Klops, da ist einfach alles drin” pflegte Trainerlegende Heinz Jentzsch einst zu sagen wenn er vor einem Rennen nach den Chancen eines seiner startenden Favoriten gefragt wurde. Das er mit dieser zugegeben saloppen Weisheit ab und an auch richtig lag, mußte Henk Grewe am Ostermontag auf seiner Kölner Heimatbahn gleich im einleitenden Rennen erfahren. Denn eigentlich schien in einem von nur vier Pferden bestrittenen Stutenrennen alles angerichtet für einen Sieg seiner großen Diana Hoffnung Santa Catarina.
Denn bei der BBAG 155.000 Euro teure Zarak – Tochter, hatte bei ihrem einzigen Start im vorigen August überlegen gewonnen, ist in der stalleigenen Hierarchie der Pferdeladys weit oben angesiedelt und nicht nur hierzulande für Schwarzgold-Rennen, Derby sowie Diana, sondern auch für den Prix de Diane in Chantilly eingeschrieben.
“Sie ist nach ihrem überlegen Sieg nochmals ins Wachstum gekommen, hat aber gut überwintert und es ist aktuell alles bestens mit ihr. Natürlich ist sie noch nicht bei einhundert Prozent, wird aber schon gut laufen” war auch ihr Trainer vor dem Rennen gelassen und positiv gestimmt.
Doch Eckhard Sauren’s auf 1,2:1 herunter gewettete Pferdelady, wirkte von Begin an als Dritte in einem allerdings auch langsam gelaufenen Rennen, irgendwie nicht zwingend. Im Einlauf raffte sie sich zwar auf und hatte Mitte Gerade auch einen kleinen Vorteil heraus gearbeitet, doch ließ sie noch die erhoffte Beschleunigung vermissen und wurde nach 1.600 Metern genau im Ziel auch noch von Fast Angel aus dem Quartier von Waldemar Hickst mit einem Kopf abgefangen.
Aber wie heißt es so schön, auf eine nicht ganz so gelungene Generalprobe, folgt meißt eine umso bessere Premiere. Und das könnte an gleicher Stätt das angesprochene Schwarzgold Rennen sein.
Foto: Marc Rühl

