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“PENALTY” VERWANDELT

24. 03. 2024

Die aktuell starke Stallform von Henk Grewe hielt auch beim Renntag am heutigen Sonntag in Düsseldorf. Denn nach der 100%-igen Ausbeute am Freitag mit zwei Treffern bei zwei Startern in Frankreich, lief es für ihn und seinen einzigen “Läufer” auch auf dem Grafenberg bestens.Trotz schwerer Bahn, Flaggenstart und mit als Debutant bisher noch fehlender Rennerfahrung,  erwies sich der für Eckhard Sauren vorbereitete Hengst Penalty in einer Maidenprüfung als “andere Ware”. Unter Thore Hammer – Hansen ließ der Dreijährigen seinen verbliebenen fünf Gegner jedenfalls nicht den Funken einer Chance und verwies nach 1.600 Metern den im Vorjahr bereits mehrfach placiert gelaufenen und als Co – Favorit ins Rennen gegangenen Klug – Schützling Backes, überlegen mit fünf Längen Vorsprung auf den Ehrenplatz. Das Rennen hatte der Trainer bereits im Vorjahr mit Gestüt Winterhauch’s Saint Cloud gewonnen, der später auch im Derby an den Ablauf kam.

Der Apfel fällt nicht weit Stamm, lautet bei Penalty wohl eindeutig die Devise. Immerhin 210.000 Euro hatte Eckhard Sauren auf der BBAG für den von der Stiftung Gestüt Fährhof angebotenen Sohn des ungeschlagenen Ausnahmehengstes Frankel investiert, der auch über seine Mutter Praia eine überaus erfolgreiche Blutlinie vertritt. Genannt für die klassischen German 2.000 Guineas  und vorallem das 155. Idee Deutsche Derby, schnupperte er jetzt erstmals Rennluft. “Er hat etwas Anlaufzeit gebraucht und noch leichtes Winterfell, hat aber gut gearbeitet und wird sich ordentlich präsentieren” war der Trainer im Vorfeld zwar nur verhalten optimistisch, kam aber doch alles ganz anders. 

Nach gelungenem Flaggenstart erst am Ende zu finden,  parkte Thore Hammer – Hansen seinen unterwegs noch hektischen Partner an dritter Stelle ein, kam aber trotzdem schon händevoll in die Gerade. Auf freie Bahn gebracht, schaute er kurz einmal nach Rechts und Links, drückte dann auf den Knopf und verabschiedete sich schnell von den Gegnern. Der Hengst machte es damit seinem Vater Frankel nach, der 2010 ebenfalls bei seinem Debut in Doncaster den Gegner keine Chance ließ. Nomen ist da hoffentlich auch Omen.

Foto: Marc Rühl