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VON DIANA ZU DIANA

20. 06. 2021

Natürlich war man sich im Vorfeld der Schwere der gestellten Aufgabe bewusst. Eine Aufgabe, die sich dann auch live vor Ort als doch zu knifflig erwies. Im mit einer Million Euro dotierten Prix de Diane, belegte nämlich die im Besitz von Manfred Anton Schmelzer stehende und von Andrasch Starke gerittene Noble Heidi unter siebzehn Starterinnen nach 2.200 Meter den dreizehnten Platz. Was sich auf den ersten Blick vielleicht wie eine Enttäuschung liest, entpuppt sich bei einer genauen Annalys jedoch als eine starke Leistung. Denn nach einem für sie alles andere als glücklichen Rennverlauf, agierte die Intello -Tochter deutlich besser als es diese reine Placierung vermuten lässt.

Der Sieg ging nach Irland an das Erfolgsquartier von Aidan O’Brien, der mit Joan Of Arc zum ersten Mal den Prix de Diane gewinnen konnte. Unter Ioritz Mendizabal verwies die in Besitz von Tabor, Magnier und Smith stehende Galileo-Tochter, zuletzt schon Zweite in den Irish 1.000 Guinea, die favorisierte Fabre – Stute Philomène und deren Trainingsgefährtin Burgarita auf die weiteren Plätze.

Wer in derlei Rennen gegen europäische Klasse – Stuten vorne mit dabei sein will, braucht nicht nur Klasse, sondern vorallem in der entscheidenden Phase auch eine optimale Position. Und genau die hatte Nobel Heidi an diesem Tage leider nicht. Aus Startbox Elf bald am Ende des Feldes auszumachen, kam sie auch noch mit der roten Laterne in die Gerade. Auch wenn sie auf freie Bahn gebracht, noch einmal stark anpackte und einige Gegnerinnen einsammeln konnte, war der Zug für ein noch besseres Ergebnis leider schon abgefahren.

Dennoch war man in ihrem Lager nach Lage der Dinge zufrieden: “Natürlich hätten wir gerne eine bessere Position gehabt, aber aus der Position noch dahin zu laufen war schon stark. Das war insgesamt eine tolle Leistung des Pferdes und wir gehen jetzt direkt in die Diana.“ so Trainer Henk Grewe.

Dort könnte es übrigens ein Widersehen mit der von Francis – Henri Graffard für Bernd Dietel vorbereiteten Es La Vida geben, die ebenfalls noch eine Nennung für den Henkel-Preis der Diana hat und diesmal mit einer Länge vor ihr als Zwölfte ins Ziel kam.

Nicht ganz leer aus ging an diesem Nachmittag dann zumindest der zusammen mit seinem Trainer nach Chantilly gereiste Andrasch Starke, der im zur Gruppe III zählenden und mit 80.000 Euro dotierten Prix Bertrand du Breuil über 1600 Meter mit Markus Münch’ s Reshabar einen starken dritten Platz belegen konnte.

Foto : Marc Rühl