Zwei gegen Einen

Mit außergewöhnlichen Rennen ist Trainer Henk Grewe in dieser Saison ja schon bestens vertraut. Man denke nur an den Badener Jugendpreis, in dem es der von ihm betreute Surin Beach mit nur einem Gegner zu tun hatte und am Ende knapp geschlagen mit Platz Zwei zufrieden sein mußte. Am Montag auf der Kölner Heimatbahn sieht er sich jetzt mit einer nahezu ähnlichen Ausgangslage konfrontiert, denn im einleitenden Altersgewichtsrennen über 1.600 Meter treffen seine beiden im Besitz von Eckard Sauren bzw. Eckard Sauren und Timo Horn (linkes Foto) stehenden Starter Degas sowie Julio auf lediglich einen Gegner. Der hat es in Person von Ramazotti allerdings auch so richtig in sich.

 

Der siebenjährige Degas (mittleres Foto) hat in seiner Laufbahn schon reichlich heiße Schlachten geschlagen, avancierte dabei sogar zum zweifachen Gruppesieger. Beim ersten Start für Henk Grewe, war der Wallach in der Badener Meile (Gruppe II) als Achter noch ohne Einfluß auf die Entscheidung geblieben, zeigte sich jedoch anschließend in Düsseldorf in einem Ausgleich I und trotz Höchstgewicht von ganz anderer Seite, blieb als Dritter nur um knapp zwei Längen geschlagen. Unter Andrasch Starke soll er sich jetzt weitere Kondition für anspruchsvolle Aufgabe holen.

 

Vor rund einem Jahr war mit Julio (rechtes Foto) ein vierfacher Sieger und auf Gruppeparkett erprobter Vierbeiner nach Köln gewechselt. Beim ersten und bisher einzigen Start unter neuer Obhut, zog sich der Exceed and Excell - Sohn Mitte August im Hoppegartener Fliegerpreis auf Listenebene als Sechter in starker in- und ausländischer Gegnerschaft zwar nicht übel aus der Affaire, blieb jedoch ohne Siegchance. Man hat den Sieger unter anderen im Hamburger Fliegerpreis (Gruppe III) kastriert, im Gestüt auftanken lassen und möchte ihn jetzt wieder an alte Klasse heranführen. Den ersten Schritt macht er jetzt nach über zehnmonatiger Pause mit Clement Lecoeuvre im Sattel.

 

Fotos : Marc Rühl