Unnötiger Streit

Wie bekannt, wird derzeit die Sandbahn auf der Kölner Galopprennbahn erneuert. Leider wurden jetzt Diskussionen über einen Baustopp bzw. verspäteten Fertigstellungstermin in die Öffentlichkeit getragen und wie zu erwarten auch in den sozialen Netzwerken, dort allerdings auf einer teilweise unsachlichen und vorallem unnötigen persönlichen Ebene kommentiert.

 

Die Internet - Plattform "galopponline" sprach dazu mit den betroffenen KölnerTrainern und erreichte Henk Grewe im Urlaub auf Fuerteventura. Wir übernehmen daher den Inhalt des geführten Interviews und geben den Wortlaut nachstehend wieder

 

 „Ich habe selbst kein Facebook und Instagram, habe aber alles zugeschickt bekommen in den Urlaub und bin entsprechend auch im Bilde. Ich finde es schockierend, dass man diese Thematik überhaupt öffentlich in Facebook diskutiert, gerade wo der Rennsport aktuell in Sachen Tierschutz ohnehin stark im Fokus steht. Man sollte solche Diskussionen nicht öffentlich führen, das ist etwas für einen kleinen Kreis oder sogar für vier Augen. Alle Seiten müssen jetzt wohl mal ein bisschen runterkommen, das würde sicherlich helfen. Zur Sache selbst: Meine Jährlinge und die Zweijährigen haben die weiße Bahn noch nie vor Februar verlassen. Say Good Buy ist vor seinem Listensieg in Dresden 14 Tage lang nur auf der weißen Bahn galoppiert. Ein Pferd aus einer Pause heraus nur auf der weißen Bahn vorzubereiten, das könnte in der Tat etwas schwierig sein. Auf der weißen Bahn sind schnelle Galopps nicht einfach, aber normale Canter überhaupt kein Problem. Für mich war die alte Sandbahn gut, da konnte man gut drauf trainieren. Ich habe mit dem Training dort sehr viele Rennen im In- und Ausland gewonnen. Also ergibt sich von selbst, dass Misserfolg nichts mit der Bahn zu tun hatte. Bei starkem Regen war sie in der Tat nicht optimal - daher macht der Bau einer neuen Bahn oder die Renovierung Sinn, wenn Geld dafür da ist.

 

Verletzungen passieren leider im Rennsport, auf der alten Sandbahn hatte ich nicht mehr Verletzungen als vor dem Bau. Ich kenne meine Zahlen, die sprechen für sich. Alles andere sind in meinen Augen Gefühle. Wer etwas anderes behauptet, soll klare vergleichbare Zahlen vorlegen.

 

Ich bin übrigens unabhängig in meinen Gedanken und Meinungen! Das scheint man leider ja betonen zu müssen. Mir zu unterstellen, ich würde Eckhard Sauren nach dem Mund reden, ist üble Polemik. Ich habe stets meine Meinung gesagt, die beispielsweise beim Bau der Bahn nicht deckungsgleich war mit der von anderen Trainern und der von Eckhard Sauren. Dass es über Weihachten und Neujahr bis zum 6. Januar eine Baupause geben würde, war immer angekündigt. Die haben für den Neubau bis zum 20.12 gearbeitet - das war immer besprochen und der gesamte Zeitplan war immer bis Februar ausgelegt - also ist für mich jetzt mitten in dieser Phase jede Aufregung unnötig und auch unsachlich. Für mich liegt der Bau voll im Plan. Der Rennverein hat uns Trainer immer einbezogen. Insgesamt gab es drei Sitzungen, ich war immer von Anfang bis Ende da, und hatte daher immer alle Infos.“

 

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen

 

Foto : Laura Bastian