Endlich Abadan und Darius Racing

Im Oktober war die bis dahin bereits fünffach erfolgreiche Abadan zu Henk Grewe nach Köln gewechselt, konnte anschließend als Dritte auf Gruppe III - Park ihr erstes "blacktype" eingaloppieren und zog sich in dieser Saison in anspruchsvollen Aufgaben achtbar aus der Affaire gezogen. Was da fehlte, war einfach ein Bigpoint. Und der gelang jetzt auf dem Horner Moor im Hauptrennen, dem zur Listenklasse zählenden und über weite 3.200 Meter führenden Langen Hamburger - Heinz Jentzsch Gedächnisrennen. Besonderen Grund zu jubeln hatte auch Besitzer Darius Racing, der jetzt nach unzähligen Placierungen endlich seinen ersten Saisonerfolg hierzulande verbuchen konnte.

 

Ende gut -  alles gut, so läßt sich ein Rennverlauf beschreiben, der sich in der Schlußphase zu einer wahren Schwitzpartie entwickelte und alle Beteiligten im Ziel ersteinmal tief durchatmen ließ. Lukas Delozier hatte die anfänglich heftige Schimmelstute unterwegs an zweiter/dritter Stelle eingeparkt, bevor er gleich zu Beginn der Geraden ganz innen zum Angriff schritt. Doch gab es da hinter dem vom Start weg führenden Berghain einfach kein durchkommen. In der Distanz und gerade noch rechtzeitig, zog der Fanzose seine Partnerin dann nach außen auf freie Spur, wo sie zwar ersteinmal zwei Plätze einbüßte, dann aber gewaltig anzog und noch sicher mit einer Länge zum Erfolg kam.

 

„Diesmal sollte Abadan nicht an der Spitze gehen, leider hatte sie auf der Geraden lange keinen Platz, aber dann zog sie noch groß an“ , war Trainergattin Natascha Grewe die Erleichterung anzumerken.  Aber auch Jockey Lukas Delozier war nach dem Rennen selbstkritisch und gab offen zu: „Es war mein Fehler innen anzugreifen,  doch ging letztlich ja alles gut aus, konnte meine Stute noch einmal richtig beschleunigen.“

 

Foto : Marc Rühl